Summercamp 2011 - Berichte und eine Galerie

Workshop mit den
"Little Fingers"

Workshop "Let's do key holders,
necklaces and bangles"

Workshop“Let’s do tailoring
with professionals”

Workshop der"Woodys",
Woodpeckers, Holzwürmer

Workshop "Let's do fancy bags
out of felt"

Workshop "Let's do Metalwork
and wooden frames"

Workshop "Let's do Bananaleaf
Art
and decorative Cards"

die Workshopgalerie
Workshop mit den "Little Fingers"
Von Sieglinde Reinhard
Für die 14 jüngsten Kinder, die seit April 2010 im MMH sind, standen an vier Vormittagen der Umgang mit Schere, Kleber und Farben im Mittelpunkt des Summercamps. Unsere Jüngsten, allgemein nur "little fingers" genannt, hatten viel Freude am Ausmalen von Malvorlagen, Ausschneiden und Aufkleben von Bildern aus Zeitungen sowie am Singen und Vorlesen. So wurden z.B. Körbe aus Knete modelliert und passende Bilder gemalt, Stempel aus Moospapier ausgeschnitten und auf Holzträger geklebt und Tiermasken aus Papptellern gebastelt.
An den Nachmittagen wurde Ball gespielt und Seil gesprungen. Herzlichen Dank an die Patientin einer Ärztin aus dem Cargo Human Care-Team, deren umfassende Spende von Bällen, Hüpf-Bällen, Federballspielen, Springseilen und vielen Artikeln an den Nachmittagen sehr gerne genutzt wurde.
Besonderen Anklang hat der Ausflug zu "Rock City Gardens" bei den Kindern gefunden. Schon Tage zuvor wurde immer wieder nach dem Trip gefragt. Am Mittwoch war es dann soweit. Mit dem Schulbus ging es zu dem Ausflugslokal, das mehrere Attraktionen für Kinder anbietet. So konnten die Kinder im Auto-Scooter zum ersten Mal mit Hilfe eines Coaches einen Wagen steuern und verschiedene Karussells sowie eine große Hüpfburg benutzen. Nach einem guten Mittagessen mit Fleisch und Pommes frites ging es dann – nach einer angemessen Ruhephase – in einen kleinen Swimmingpool. Das Schwimmen und das Benutzen der Wasserrutsche war eindeutig das beeindruckende Erlebnis für die Kinder. Schön war, dass die vier Kinder, die für das Wasserbecken zu klein oder nicht kräftig genug waren, ein "Tretboot" mit Handkurbel-Antrieb nutzen konnten. Nach einer Limonade und einem Eis fuhren alle Kinder überglücklich und müde, mit sehr vielen neuen Eindrücken zurück ins MMH.
Insgesamt ist die Woche sehr, sehr schnell vergangen. Alle hatten sehr viel Spaß und alle haben viel gelernt. Herzlichen Dank an Annette Olker für die sehr gute Vorbereitung und die Bastelvorschläge, sowie an alle, die mit der Spende von Buntstiften, Malblöcken, Malbüchern und Spielmaterial zum Gelingen der Woche sehr gut beigetragen haben.
Workshop Team: Sieglinde und Mother Grace
Workshop „Let’s do key holders, necklaces and bangles”
Von Frauke Durchardt-Pfeifer
Nun war es soweit. Es war Montagmorgen und wir waren umringt von elf Kindern zwischen acht und elf Jahren, die uns mit erwartungsvollen Augen anblickten. So genau wussten auch wir (Mother Leah und ich) nicht, was uns in den nächsten Tagen alles erwartet. Fest stand das Thema des Workshops: "Let's do key holders, necklaces and bangles”. Na gut, es wird schon klappen! Oder, wie man in Kenia sagt „Hakuna Matata“!
Viel Material wurde aus Deutschland mitgebracht; zum Großteil gespendet von Bekannten und CHC-Mitgliedern und auch von Menschen, die über Umwege von unserem Projekt in Nairobi, im MMH gehört haben, und angesteckt von unserer Begeisterung spontan Material zur Verfügung stellten. Auf den Tischen unseres Arbeitsraumes breiteten wir Kisten mit Perlen aus Glas und Holz in allen Farben und Größen aus. Kleine Muscheln und Schnitzereien aus Knochen standen genauso zur Verfügung, wie Drähte aus unterschiedlichsten Materialien. Für die Halsketten wurden hauptsächlich Leder- und Nylonband verwendet, während die Schlüsselanhänger mit Baumwollkordel gefertigt wurden.
So viele schöne Sachen auf dem Tisch. Und so viele Hände! Da mussten wir schon manchmal durchgreifen und die Euphorie etwas ausbremsen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass sich der Inhalt einer Kiste über den Boden verteilt. Darum die erste Grundregel unseres Workshops: Jeder macht sich im Vorfeld Gedanken über das Design und nimmt sich dann dafür Material aus den Kisten. Aber auch nur so viel, wie wirklich benötigt wird. Denn der Workshop sollte den Kindern auch vermitteln, dass das verwendete Material aufwendig und teuer ist und sorgsamen Umgang erfordert.
Keine Regeln gab es hinsichtlich des Designs. Der Phantasie der Kinder waren keine Grenzen gesetzt, sodass die Ergebnisse so bunt sind, wie das Land und seine Menschen. Vielfältige Materialen mit unterschiedlichsten Farben wurden miteinander kombiniert, wobei die vier Farben der kenianischen Nationalflagge natürlich klar dominierten: grün, schwarz, rot, weiß.
Im Laufe der Woche kamen – aus Neugierde – auch Kinder aus den anderen Workshops hinzu, sodass aus den anfänglich elf Kindern unseres Workshops auch schon mal fünfzehn wurden. Die Kinder waren so eifrig bei der Sache, dass am vorletzten Tag unserer Veranstaltung das Material ausging. Schnell waren Alternativmaterialien gefunden: Aus Bananenblättern wurden Weihnachtspüppchen gebastelt und mit Unterstützung des Nähwerkshops festliche Kleidchen genäht und mit kleinen Perlenketten verziert.
Und nun ist sie rum, die Woche. Zu schnell! Es war eine tolle Zeit mit den Kindern und wir freuen uns schon riesig auf das Summercamp 2012.
Workshop Team Frauke und Mother Leah
Workshop "Let's do tailoring with professionals"
Von Hanna Jess-Schäfer und Elilia Orozco Bueno
In Zusammenarbeit mit Cargo Human Care gestalteten wir während des "Summercamps 2011" einen Nähworkshop im Mothers' Mercy Home. Im Vorfeld wurden aus Spendengeldern zwei neue Nähmaschinen und Stoffe in Nairobi gekauft.
Beim Einrichten der kleinen Nähwerkstatt und während der gesamten Workshopwoche wurden wir von zwei kenianischen Schneiderinnen, Veronica und Princess, unterstützt. Darüber hinaus war "Mother Leah" eine helfende Hand. Schon bald konnten wir unseren Workshop starten, dem die Kinder mit großer Spannung entgegensahen.
Selten haben wir so viel Wissbegierde, Einsatz und Aufmerksamkeit bei Kindern erlebt. Nachdem wir ihnen den Zuschnitt der "Shoppingbags" (Einkaufstaschen) und der "Pillowcases" (Kissenhüllen) gezeigt hatten, rissen sie uns förmlich das Maßband und die Schere aus der Hand. Jeder wollte einmal zuschneiden!
Auch die Übung mit dem Umgang der Nähmaschine ließ sich keines der Kinder entgehen. Selbst wenn es am Anfang nicht gleich klappte, übten sie das Treten der mechanischen Nähmaschine und die gleichzeitige Führung des Werkstoffes (es war zunächst einmal ein Blatt Papier) mit großer Geduld!
Schnell stellte sich heraus, dass einige Mädchen und Jungen großes Talent besitzen, den Schneiderberuf zu erlernen, um damit später ihren Lebensunterhalt zu verdienen.
Für uns war es eine tolle Erfahrung, wie viel Liebe, Herzlichkeit und Fürsorge den Kindern durch die Mütter und alle, die sie betreuen und unterrichten, entgegengebracht wird.
Wir hatten den Eindruck, dass den Kindern der Nähworkshop im Summercamp 2011 außerordentlich gut gefallen hat. Sie bedachten uns mit viel Aufmerksamkeit und Begeisterung (die sie schriftlich in einem Bericht für uns zusammenfassten). Wir wünschen ihnen, dass der Nähworkshop weitergeführt wird und sie mit den sehr kompetenten Schneiderinnen Veronica und Princess eine gute Grundlage für ihre berufliche Zukunft erhalten.
Das Summercamp 2011 und die Zusammenarbeit mit den Kindern hat uns soviel Freude bereitet, wie wir sie bislang kaum erlebt haben! Wir wünschen uns, dass wir das einmal wiederholen können. Ganz besonders herzlichen Dank möchten wir dem Summercamp Team aussprechen, das uns mit seiner hervorragenden Organisation vor Ort betreut hat.
Workshop Team: Hanna.und Elilia mit Veronica und Princess
Workshop der "Woodys", Woodpeckers, Holzwürmer
Von Hans-Jürgen Reinhard
Beim letzten Summercamp konnte ich leider nicht teilnehmen; hatte aber im Oktober 2010 meinen Holzworkshop nachgeholt (mit dem Bau von 4 Regalen für die Bibliothek), der nun seine Fortsetzung fand.
Leider funktionierte der im letzten Jahr mitgebrachte Akku-Schrauber / -Bohrer nicht mehr. Da die Akkus 10 Monate nicht benutzt, und auch nicht regelmäßig geladen wurden, sind sie "gestorben". So mussten wir in NBO eine Bohrmaschine kaufen.
Da der Bedarf an Ablageflächen groß ist, war es unser Ziel, bis zum Ende des Workshops 5 Regale zu bauen. Je zwei für Nähraum und Spielzimmer und ein Regal für die Kleinen, die "little-fingers". Die entsprechenden Entwürfe, Zeichnungen mit Maßangaben und Stücklisten für 3 Regaltypen hatte ich bereits in Deutschland angefertigt und den entsprechenden Holzbedarf ausgerechnet. Das Holz wurde dann im Vorfeld des Summercamps bereits eingekauft.
So konnten wir am Montag gleich mit der Arbeit loslegen. Es war nicht immer ganz leicht, die Gruppe der Interessierten unter Kontrolle zu behalten. Alle wollten irgendetwas machen, aber mit einer Stichsäge kann eben immer nur eine Person arbeiten. Die Schleif- und Glättungs-Arbeiten sind dann die nicht so sehr geliebten Arbeiten. Besonders aktiv waren wieder, wie auch im Oktober 2010, James, Paul und Moses; die auf das Fußballspielen am Nachmittag verzichtet haben, um ganztägig weiter an den Regalen zu arbeiten. Wir sind dann auch am Freitagvormittag mit unseren Arbeiten fertig geworden. Die meisten Teilnehmer haben sich sehr geschickt angestellt. Trotz vieler Meter an Sägeschnitten sind wir mit einem Stichsägeblatt ausgekommen, kein einziger Bruch!
Nachmittags konnten dann auch die Kinder aus den anderen Workshops die mitgebrachten Werkzeuge ausprobieren; denn jeder wollte mal irgendetwas sägen oder bohren oder mit Schraubzwingen Holzteile zusammen fixieren und alle haben sich auf diese Art mit Werkzeugen vertraut gemacht.
Inzwischen ist so viel von hier mitgebrachtes und in NBO gekauftes Werkzeug vorhanden, dass auch dafür Regalbedarf besteht. Noch während des Summercamps haben wir begonnen, einen kleinen Raum im MMH als Arbeitsraum auszubauen. Hier sollen die Kinder zukünftig von einem in Nairobi ansässigen Schreiner sowohl theoretisch als auch praktisch angeleitet werden. Der heute selbstständig arbeitende, zuvor in der SOS-Berufsschule tätige, ausgebildete Schreiner David Githecha hat uns im MMH besucht, die vorhandenen Werkzeuge und das, was wir damit gemacht haben, besichtigt. An unserem vorletzten Tag in Nairobi haben wir David in seiner Werkstatt besucht und waren sowohl von seinen Arbeiten, als auch von seiner Begeisterung, die MMH-Jugendlichen zu unterstützen, beeindruckt.
Worskhop Team: Hans-Jürgen und Stevens
Workshop "Let's do fancy bags out of felt"
Von Bobby Gunzenhauser
"My name is Ester". Ganz leise, mit piepsiger Stimme stellte sich die neuneinhalb-jährige Ester vor. Auch die anderen TeilnehmerInnen des Workshops waren kaum zu verstehen, so leise sprachen sie. Die große Schüchternheit sollte sich aber bald schon legen.
Nach einer kurzen Einleitung stürzten sich die Kinder in die Arbeit, so dass man schon die Befürchtung haben musste, dass nach wenigen Stunden das Material ausgehen würde.
Kinder haben unterschiedliche Talente, so sind die Taschen auch unterschiedlich ausgefallen, doch jede Tasche ist individuell. Alle haben sich sehr viel Mühe gegeben. Besondere Kreativität zeigten sie beim Verzieren der Taschen durch Applikationen. Gefragt waren hier vor allem Motive mit Herzen.
Große Aufmerksamkeit erregte der Drehlocher, mit dem man Löcher in dickeren Filz stechen konnte. Die Kinder versuchten sich daran, schafften es aber nicht den Filz zu lochen. Beruhigend war für die Kinder aber, dass es auch Mother Paula, trotz mehrerer Versuche, nicht schaffte. Besonderes Geschick verlangt das Erstellen von Filzdosen, manchen gelang das mit hervorragenden Ergebnissen.
Als schnell die Schüchternheit verflogen war, stellte sich eine angenehme Arbeitsatmosphäre ein. Es wurden viele Fragen gestellt, und wenn man besonders beschwingt bei der Arbeit war, sang man gemeinsam Michael-Jackson-Songs.
Letztendlich kann sich das Ergebnis des Workshops durchaus sehen lassen, über 70 Erzeugnisse wurden gefertigt, vor allem Handy-Taschen, verbunden mit der Hoffnung, möglichst viele zu verkaufen, damit mehr bleibt als lediglich schöne Erinnerungen an eine sehr schöne Zeit.
Workshop Team: Bobby und Charles
Workshop "Let's do Metalwork and wooden frames"
Von Arno Pfeifer
Montag, 15. August. Es war soweit! Nach einigen Vorbereitungen im Vorfeld stand ich nun vor zwölf Jungen und Mädchen, die mich erwartungsvoll anschauten. Zugegebenermaßen war ich doch etwas nervös. Wie würde der Workshop, der unter dem Motto "Let's do Metalwork and wooden frames" stand. bei den Kindern ankommen? Werden wir das, was wir uns vorgenommen haben umsetzen können?
Zwar habe ich vorher einen Ablaufplan erarbeitet und entsprechende Musterexemplare hergestellt, aber es ist auch wichtig, flexibel auf neue Situationen zu reagieren. So wusste ich im Vorfeld nicht, welche Altersstruktur meine Gruppe hat oder welches handwerkliche Grundwissen vorhanden ist.
"Let's do metal works and wooden frames". Was heißt das konkret? Holz und Metall sind Grundmaterialen fast jeder handwerklichen Tätigkeit. Mit ihnen umzugehen, sie zu verarbeiten, ihre Form zu verändern und neu zu gestalten erfordert gewisse Grundfertigkeiten, die in diesem Workshop vermittelt werden sollen.
Wir begannen den ersten Tag damit, Besteck mit Aluminiumdraht und Perlen zu verzieren. Zwar war der Aluminiumdraht sehr weich, aber es bedurfte einer gewissen Fingerfertigkeit und auch Kraft, den Draht stramm um den Löffel zu biegen. Natürlich war auch die Kreativität der Kinder gefragt. Es gab keinerlei Vorgaben bezüglich des Designs. Hier konnten alle ihrer Phantasie freien Lauf lassen. Während die Kinder anfänglich noch etwas zurückhaltend an das Material herangingen, viel experimentiert wurde und Unterstützung bei uns suchten, entwickelte sich im Laufe des Vormittags eine Eigendynamik, sodass eine Betreuung fast gänzlich unnötig wurde. Entsprechend vielfältig und überraschend waren die Ergebnisse. Jedes Teil war mit einer kreativen persönlichen Note versehen.
In den folgenden Tagen des Workshops stand Holz als Verarbeitungsmaterial im Mittelpunkt. Die Auswahl der Werkzeuge glich einer gut sortierten Hobbywerkstatt. Angefangen beim Maßband über Anschlagwinkel und Raspel bis hin zur elektrischen Stichsäge und Bohrmaschine. Aufgabe war, aus Holzplatten einen Rahmen zu fertigen, diesen zu dekorieren und zum guten Schluss einen Spiegel einzufassen.
Das stellte nun schon eine Herausforderung für die Kinder dar. Die neuen Werkzeuge waren erst einmal ungewohnt. Es mussten konkrete Maße und rechte Winkel eingehalten werden. Hinzu kam natürlich auch eine gewisse Disziplin, was den Umgang mit Werkzeugen betrifft. Mit einer elektrischen Stichsäge ist nun wirklich nicht zu spaßen! Aber wieder waren wir überrascht. Schnell waren die Rahmen vermessen und eingezeichnet (hier und dort haperte es noch am rechten Winkel) und der (vorsichtige) Umgang mit Stichsäge und Bohrmaschine muss noch weiter geübt werden. Die Ergebnisse nach zwei Tagen konnten sich jedoch sehen lassen: ALLE ACHTUNG! Tolle Sachen!
Und nun ist das Summercamp 2011 schon wieder rum! Leider! Es war eine schöne, aufregende und auch erfahrungsreiche Woche die wir hier mit so vielen erleben durften. Asante Sana an die Kinder unseres Workshops Und vielen Dank an Alle, die uns Material und Werkzeug für das Summercamp 2011 zur Verfügung gestellt haben.
Workshop Team: Arno und Corinna
Workshop "Let's do Bananaleaf Art "and decorative Cards"
Von Kerstin Wientzek
MMH-15.August 2011: endlich war es soweit!
Der Startschuss zum diesjährigen MMH-Summercamp ist gefallen.
Unsere Gruppe – 12 Kinder verschiedenen Alters – schauten mit großen Augen auf die mitgebrachten Materialien. Zu verlockend waren die Glitzersterne, Strasssteine, Federn, Verzierungen aus Horn, Federn und Holz, die ausgebreitet im Nebenzimmer der Bibliothek lagen.
In unserem Workshop war Kreativität und sorgsames Umgehen mit dem Material gefragt. Das Dekorieren verschieden farbiger Grußkarten, Basteln von kleinen Geschenkanhängern sowie von Lesezeichen, die aus Karton zuerst zugeschnitten werden mussten, stand an den beiden ersten Tagen im Mittelpunkt unseres Workshops.
Mother Mary, die mich während der Workshoptage unterstützte, und ich waren sehr beeindruckt von der Phantasie und den Fertigkeiten "unserer" Kinder. Auch verstanden sie, sorgsam mit dem kostbaren Material umzugehen.
Zum Einsatz kamen neben Schere, Lineal und Bleistift auch Stoffe, die kreativ zugeschnitten und auf die Karten appliziert wurden. Des Weiteren fanden Malvorlagen aus den Büchern unserer Bibliothek bei den Jüngeren der Workshop Teilnehmer großes Interesse. Sie kopierten ihre Motive zuerst auf ein Blatt Papier und übertrugen es dann auf so genannte "brown bags", die damit zu einer originellen Geschenktüte wurden.
An den nachfolgenden Tagen wollten wir aus getrockneten Bananenblättern kleine Kunstwerke fertigen. Nach der Mittagspause machten wir uns auf den Weg in den Garten und sammelten schön gemaserte Blätter, die wir dann im gut getrockneten Zustand am nächsten Tag bearbeiteten konnten.
"Bananaleaf Art" ist seit Jahrhunderten in der afrikanischen Kunst verankert.
In Kenia werden aus dem getrockneten Bananenblatt feine Streifen und Scheiben ausgeschnitten und z.B. zu Figuren verwoben. Mitunter entstehen kleine und große Bilder – jedes auf seine Art ein Kunstwerk.
Mit dem basteln von kleinen Weihnachtsengeln und Püppchen haben die Kinder begonnen. Danach entstanden Landschaften, kleine und große Tiermotive, Schriftzüge und sogar das Mothers' Mercy Home. Und alles aus getrockneten Bananenblättern. Die einzelnen Teile wurden auf einem stabilen Papierbogen sorgfältig aufgeklebt und mussten über Nacht trocknen. Am nächsten Tag schnitten wir dafür Kartonmaterial passend zu und befestigen darauf mit der Heißklebepistole das Werk vom Vortag.
Viel zu schnell verging die Zeit mit meiner Gruppe und Mother Mary!
Die Kinder waren voller Eifer und konzentriert bei der Sache und die Ergebnisse des Workshops - auch wenn es sich um Erstlingswerke handelt - sind sehr gelungen! Asante Sana "unseren" Kindern und bis auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr.
Workshop Team: Kerstin und Mother Mary