Cargo Human Care Pressemappe, Stand Januar 2012
www.cargohumancare.de
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Karolina Hätty
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Konkrete humanitäre und medizinische Hilfe vor Ort
Cargo Human Care e.V. (CHC) ist ein humanitäres und medizinisches Hilfsprojekt, welches von Mitarbeitern der Lufthansa Cargo in Zusammenarbeit mit Ärzten aus ganz Deutschland ins Leben gerufen wurde.
Kern des Engagements ist es,
- bedürftigen, kranken und notleidenden Mensch direkte medizinische Hilfeleistung zu geben
- mittellosen und unterversorgten Waisenkindern ein Zuhause und eine Zukunft zu geben.
CHC konzentriert sich zurzeit auf die folgenden Projekte in der ländlichen Umgebung von Nairobi sowie Marsabit im Norden Kenias.
- Das Mothers` Mercy Home in Kianjogu, ein Kinderheim für Waisenkinder
- das Cargo Human Care Medical Centre, angeschlossen an das Mothers’ Mercy Home Kinderheim, nimmt sich der medizinischen Betreuung der Waisenkinder und der unterversorgten Menschen der Umgebung an
- das SOS Medical Centre in Buru Buru betreut Menschen aus den umliegenden Slums, darunter viele HIV infizierte Familien.
- Im Projekt The Nest, einem Heim für Kinder inhaftierter Mütter übernehmen CHC Kinderärzte die medizinische Versorgung.
- 2 Dörfer bzw. 224 Familien im Dürregebiet rund um Marsabit, werden seit September 2011 von CHC mit Lebensmitteln versorgt. Eine nachhaltige infrastrukturelle Unterstützung z.B. Brunnenbau ist in Planung.
Die notwendige Koordinationsarbeit in Deutschland wie auch die medizinische Behandlung vor Ort wird ehrenamtlich geleistet. Lufthansa Cargo AG unterstützt CHC organisatorisch, finanziell und logistisch in großem Umfang.
“Wer in Kenia krank wird und kein Geld hat muss sterben! Dem wollen wir nachhaltig entgegenwirken.”
- Im CHC eigenen Medical Centre werden pro Monat ca 2.000 Patienten behandelt, die sich sonst keine medizinische Versorgung leisten könnten.
- Ärzte aus verschiedenen Fachdisziplinen (Allgemein, Kinder, Zahn, Gynäkologie, HNO, Augen) behandeln Patienten unentgeltlich in regelmäßigen Kurzeinsätzen (3-4 Tage) vor Ort
- Lokales Personal garantiert die kontinuierliche medizinische Versorgung auch wenn die Ärzte aus Deutschland nicht anwesend sind.
- Bei medizinisch notwendigen Operationen erfolgt die Überweisung der Patienten in das örtliche Nazareth Hospital. Die Kosten dafür trägt Cargo Human Care e.V.
- Lufthansa Cargo transportiert Ärzte und medizinisches Gerät.
- Medizinische Patenschaften sichern kranken oder behinderten Kindern die Versorgung mit den nötigen Medikamenten, Hilfsmitteln oder den Besuch einer speziellen Schule.
“Wir haben die Verantwortung für die heute 99, demnächst 128 Waisenkinder im Mothers` Mercy Home übernommen.”
- Der Neubau des Kinderheims wurde im November 2008 eingeweiht
- CHC unterstützt den karitativen Trägers, die anglikanische Kirche, und versorgt die Kinder mit medizinischer Hilfe, Schul-Uniformen, täglichem Bedarf wie Ernährung und Kleidung
- Erforderliches Personal zur Betreuung und Versorgung der Kinder wird zu großen Teilen von CHC finanziert
- CHC sichert die Schul- und Berufsausbildung der Waisen duech Patenschaften.
Das Mothers’ Mercy Home (MMH)
Das Mothers` Mercy Home (MMH) ist ein Kinderheim für Waisenkinder, welches 2001 von Frauen der Diözese Mount Kenia South der Anglikanischen Kirche ins Leben gerufen wurde.
Viele der Kinder haben ihre Eltern durch HIV verloren. Seit 2004 unterstützt CHC die Kinder mit Kleidung, medizinischer Hilfe und hat in 2008 ein neues Gebäude mit Platz für insgesamt 128 Waisenkinder errichtet. Seit 2009 finanziert CHC das Gehalt von 3 zusätzlichen Müttern, die die Kinder mit großem Engagement betreuen und versorgen.
Das Ziel, die Kinder auf ein selbständiges Leben vorzubereiten und sie in die Lage zu versetzen sich später selbst versorgen zu können setzt eine gut Ausbildung voraus. Mit vielfältigen Aktivitäten unterstützen freiwillige Helfer aus Deutschland und Kenia die Entwicklung der Kinder. Beispiele sind:
- Ein Patenschaftskonzept sichert den Besuch der kostenpflichtigen Secondary School der älteren Kinder des MMH.
- Eine kleine Bücherei mit ausgesuchten englischen Kinderbüchern ermöglicht den Kindern den Zugang zur englischen Sprache in Bild, Wort und Schrift.
- Im Sommercamp und bei Werk- und Bastelwochenenden lernen die Kinder kreativ und produktiv ihr Wissen und ihre Talente einzusetzen.
Cargo Human Care Medical Centre
Das Cargo Human Care Medical Centre wurde im Februar 2009 eröffnet und ist an das Gebäude des Mothers` Mercy Home Waisenheim angeschlossen. Es dient der ärztlichen Versorgung sowohl der MMH-Kinder als auch der in der Umgebung wohnenden Menschen - die dort ohne ärztliche Betreuung leben. Zur Zeit werden ca. 2.000 Patienten pro Monat behandelt. Das Centre ist durchgehend mit medizinisch geschultem, einheimischem Personal besetzt, welches die kontinuierliche Versorgung der Patienten gewährleistet. Deutsche Ärzte aus den verschiedenen Fachbereichen behandeln regelmäßig vor Ort akut vorliegende Krankheiten. Als Spezialisten arbeiten sie unentgeltlich für die, die sich solche ärztliche Hilfe nicht leisten können. Ein Ärzteteam, bestehend aus zwei Ärzten mit unterschiedlicher Fachrichtung arbeitet mehrfach im Monat für 3-4 Tage im Cargo Human Care Medical Centre.
SOS Medical Centre
Das SOS Medical Centre in Buru Buru wird seit 2004 durch CHC mit ärztlichen Leistungen und medizinischer Ausstattung unterstützt. In dem, einem SOS Kinderdorf angegliederten, Medical Centre, betreut ein einheimischer Arzt für Allgemeinmedizin hauptsächlich Menschen, die in der SOS eigenen HIV-Stiftung aufgenommen sind. Das sind ca. 600 Familien, in denen HIV aufgetreten ist und die von Medikamenten über Ernährung bis hin zu Ausbildung und Unterstützung im Arbeitsleben betreut werden. Die deutschen Ärzte der Fachrichtungen Augen- und Kinderheilkunde sowie Gynäkologie, HNO und Zahnmedizin unterstützen die Tätigkeit des einheimischen Arztes, behandeln aber auch Bedürftige aus dem nahen Slumgebiet Buru Buru. Jeweils zwei Ärzte mit unterschiedlichen Fachrichtungen fliegen einmal im Monat nach Nairobi und arbeiten im SOS Medical Centre ehrenamtlich für 3-4 Tage. Die Ärzte nutzen die vorhandenen Strukturen und Einrichtungen des SOS Medical Centres. Ihnen stehen zwei Behandlungszimmer, Personal und ein Labor zur Verfügung.
Hungerhilfe-Aktion im Norden Kenias
CHC startet Soforthilfe im Dürregebiet durch Verteilung von Nahrungsmitteln
Angesichts der erschütternden Not in Ostafrika hat CHC zusammen mit der Anglikanischen Kirche / Diocese of Mount Kenya South im August 2011 ein Konzept erarbeitet, um schnell und effektiv für die Menschen im Norden Hilfe zu leisten. Für zwei Dörfer in der Umgebung von Marsabit, Karare und Komboi, hat CHC die Versorgung von mit Lebensmitteln übernommen. Konkret werden einmal pro Monat Mais, Bohnen und Öl an 224 Familien verteilt. Bischof Robert Martin, der Diözese Mount Kenia South koordiniert mit seinem Team vor Ort Einkauf, Transport und Verteilung der Hilfsgüter. Um eine Nachhaltigkeit zu gewährleisten sind im zweiten Schritt infrastrukturelle Maßnahmen angedacht.
The Nest
Seit Anfang 2011 unterstützt CHC ein Hilfsprojekt für Mütter und Kinder in Not
The Nest, 1997 offiziell von der Gründerin und Leiterin Irene Baumgartner eröffnet, hat sich zum Ziel gesetzt alleinstehenden Müttern und ihren Kindern zu helfen. Oftmals von ihren Ehemännern verlassen, misshandelt oder schlicht verwitwet, sind sie sich völlig selbst überlassen. Mit geringer Bildung und noch weniger Einkommen sind sie überfordert mit der Aufgabe sich und ihre Kinder durchs Leben zu bringen. Die Folge sind bettelnde Kinder auf den Straßen und Mütter im Gefängnis, häufig wegen kleinster Vergehen inhaftiert. So ist z.B. schon das Errichten eines nicht genehmigten Verkaufsstandes ein hinreichender Grund in Kenia für Inhaftierungen. Den Kindern soll ein Schicksal auf der Straße erspart werden und die inhaftierten Mütter werden in den Gefängnissen betreut. Nach der Entlassung soll ihnen eine langfristige Existenzgrundlage gesichert werden. Cargo Human Care unterstützt The Nest durch die regelmäßigen Besuche der Kinderärzte. Sie fahren nach ihrer Ankunft direkt ins Nest und untersuchen die kleinen Patienten. Nicht selten erinnert das an eine gut organisierte Reihenuntersuchung, denn die Ärzte werden sehnlich erwartet, wie unsere Physiotherapeutin zur Betreuung der Kleinsten. ?Neben den Untersuchungen stellt Cargo Human Care e.V. auch Medikamente aus dem Medical Centre zur Verfügung, unterstützt finanziell bei stationären Aufhalten im Nazareth Hospital und sichert die regelmäßigen Impfungen der Kinder.
Mitgliedsbeiträge und Spenden
Nur durch die finanzielle Unterstützung der Mitglieder und durch Spenden ist diese konkrete Hilfe möglich.
Cargo Human Care agiert bewusst als kleine, familiäre Organisation mit überschaubaren Projekten, die konkrete aber auch nachhaltige Hilfe vor Ort leistet. Alle Ärzte und die koordinierenden Mitarbeiter in Deutschland arbeiten unentgeltlich. Lufthansa Cargo AG unterstützt CHC organisatorisch, finanziell und logistisch in großem Umfang.
Auch wenn die Projekte mit großem Engagement von ehrenamtlichen Mitarbeitern umgesetzt werden, bedarf es finanzieller Mittel, um die gesetzten Ziele zu erreichen. Im Cargo Human Care Medical Centre arbeiten ein „Medical Officer“ und Schwestern, die von CHC finanziert werden. Ärztliches Verbrauchsmaterial und Medikamente zur Ausgabe über die angegliederte Apotheke müssen beschafft werden. Kosten für Untersuchungen und Operation im örtlichen Krankenhaus, in das unsere Patienten in dringenden Fällen überwiesen werden, werden von CHC getragen.
Wir richten unsere Hilfstätigkeiten explizit auf die lokale Infrastruktur und die vor Ort bestehenden Organisationen aus. In diesem Sinn nehmen wir Sachspenden zur Verteilung vor Ort nur begrenzt entgegen, bevorzugt im Bereich von medizinischen Untersuchungsgeräten und medizinischem Verbrauchsmaterial. Wo immer möglich, ziehen wir bewusst vorhandene wirtschaftliche und organisatorische Grundlagen in unsere Arbeit ein. Auf diese Art sorgen wir für die Nachhaltigkeit unserer Projekte und die Entstehung bzw. Sicherung von Arbeitsplätzen vor Ort. Spenden und besonders die regelmäßige Zuwendung unserer Mitglieder ermöglichen uns
eine gut durchdachte Planung und sichern die kontinuierliche Umsetzung der Projekte. Wir verwenden das uns anvertraute Geld sparsam und legen großen Wert auf ehrenamtlichen Einsatz und Beschränkung der Verwaltungsausgaben auf ein absolutes Minimum.
Spenden und Mitgliedbeiträge an CHC sind steuerabzugsfähig.
Kontoinhaber: Cargo Human Care e.V.
Kontonummer: 16060600
Bankleitzahl: 50852553
Kreissparkasse Gross Gerau
IBAN: DE40 5085 2553 0016 0606 00 / SWIFT-BIC.: HELA DE F1GRG
Bei Beträgen bis 200 EUR erkennt das Finanzamt als Nachweis einen Überweisungsbeleg an. Ein begleitendes Datenblatt mit den steuerlichen Angaben zum Verein findet sich auf der Internetseite von Cargo Human Care. Bei Beträgen ab 200 EUR wird eine Zuwendungsbestätigung ausgestellt. Bitte geben Sie dazu Ihre Adresse auf dem Überweisungsbeleg an oder geben Sie sie per Email an den Schriftwart bekannt.
Die Ausbildungspatenschaft
Ein wichtiger Schritt in die Selbstständigkeit
Die Kinder des Mothers' Mercy Home werden erst in die Selbständigkeit „entlassen“, wenn sie in der Lage sind, ihren Lebensunterhalt zu sichern. Dies ist das erklärte Ziel der anglikanischen Kirche und von Cargo Human Care. Der Besuch der Secondary School ist dabei ein unverzichtbarerer Schritt. Ohne den Abschluss einer Secondary School ist es in Kenia nahezu unmöglich, einen Arbeitsvertrag zu bekommen. Im Gegensatz zu der Primary School - von der ersten bis zur achten Klasse – sind die weiterführenden vier Jahre der Secondary School in Kenia gebührenpflichtig. Ein Jahr in der Secondary School mit drei sogenannten „Terms“ pro kostet durchschnittlich 300 € pro Jahr und pro Kind. Durch „Ausbildungs-Patenschaften“ stellt Cargo Human Care sicher, dass alle Kinder eine weiterführende Schule besuchen und erfolgreich abschließen können.
Rahmenbedingungen für eine Ausbildungspatenschaft:
- Die Dauer der Ausbildungspatenschaft beträgt vier Jahre, bis zum Abschluss der Secondary School.
- Die Kosten der Ausbildungspatenschaft von 25€ pro Monat werden monatlich vom Konto des Paten abgebucht
- Die Patenbeiträge werden zu 100% für die Schulgebühren der Kinder verwendet.
- Auf Wunsch der Paten könnten Briefe nach Nairobi an die Kinder von unseren Ärzten und Piloten kostenfrei mitgenommen werden.
- Eine Kündigung der Ausbildungspatenschaft ist - ohne die Angabe von Gründen - jederzeit zum darauffolgenden Monat möglich.
- Die oder der Pate bekommt ein Bild und regelmäßig eine Information über die schulischen Leistungen des Kindes
Bildung ist die Grundvoraussetzung um ein selbstbestimmtes und eigenständiges Leben aufzubauen. Im Gegensatz zu allen materiellen Gütern kann die erlangte Bildung nicht verloren gehen und nicht wieder weggenommen werden.
Formular für Ausbildungs-Patenschaft Word-Dokument
Medizinische Patenschaften
Für Kinder mit besonderen Bedürfnissen
Der Start ins Leben ist in Kenia deutlich schwerer als in Deutschland. Besonders hart trifft es Kinder mit angeborenen Behinderungen wie Taubheit oder Blindheit. Eine spezielle Rehabilitation oder Fürsorge für kranke, behinderte, vernachlässigte oder misshandelte Kinder gibt es nicht. Während in Deutschland für diese Kinder ein fast normales Leben möglich wäre, erhalten sie in Kenia keine Unterstützung, keine medizinische Versorgung und kaum Schulbildung. Hier wird CHC zukünftig noch stärker engagieren und startet ein Patenschaftsprogramm, das die besonders bedürftigen Kinder im Fokus hat. Jede Patenschaft wird individuell sein, da jedes Kind andere Bedürfnisse hat. Vielleicht wird ein medizinisches Hilfsmittel oder Medikament regelmäßig gebraucht, oder der Besuch einer speziellen Schule ist notwendig. Wir möchten die betroffenen Jungen und Mädchen in ein möglichst normales Leben führen. Dies ist oft mit einfachsten Mitteln möglich.
Die Basisgesundheitsvorsorge ist in unserem Medical Centre durch deutsche Fachärzte garantiert.
Die Kinder, die wir in unser Programm aufnehmen wollen, stammen aus der Umgebungunseres Kinderheimes/Medical Centres in Kianjogu 17 km nördlich von Nairobi, eine arme bäuerliche Gegend. Jede Patenschaft wird individuell von den CHC Ärzten vorgeschlagen und mit unseren Partnern vor Ort und im Vorstand besprochen und festgelegt.
Die Kosten für die Patenschaften sind unterschiedlich und richten sich nach dem Umfang der benötigten Hilfe. Sie belaufen sich auf 25-75 Euro pro Monat. Ziel ist es, die Kinder durch die Patenschaft bis zum Ende ihrer Schulzeit, ggf. Berufsausbildung zu unterstützen. Sollte ein Pate ausfallen, verpflichtet sich CHC eine angefangene Schulausbildung zu Ende zu führen. Das erste „medizinische Patenkind“ wird Tabitha sein. Ein Pate wird die Kosten für regelmäßig einzunehmende Medikamente und die Schulausbildung übernehmen. Tabitha ist eine junge Frau, Epileptikerin, die aufgrund ihrer Erkrankung die Schule abbrechen musste, zeitweilig orientierungslos ist, eingesperrt und sexuell missbraucht wurde. Durch die finanzielle Unterstützung von CHC besucht sie seit Mitte 2011 die Marianne Center Foundation – Vocational Training Center for Mentally Disabled (young) adults und macht große Fortschritte. Der Pate wird ihr so lange zur Seite zu stehen, bis sie in die Selbständigkeit entlassen werden kann.
2011 - Die Aufgaben wachsen, die Verantwortung auch
| Es gibt immer viel zu tun – neu für CHC ist die Hungerhilfe | |
| Januar 2011 | Bibliothek im MMH: Eine kleine aber feine Bibliothek steht jetzt den 99 Kindern zur Verfügung. Die Bücherregale wurden gemeinsam von den Kindern des MMH mit Helfern aus Deutschland gezimmert. |
| April 2011 | Erweiterungsbau des Medical Centres: Am 4. 4. 2011 wurden die neuen Räume in Betrieb genommen. Das Gebäude bietet nun Platz für insgesamt 4 Behandlungszimmer, eine größere Apotheke, ein Labor, ein Aufenthaltsraum für das Personal, zwei Toiletten und ein Wartebereich für Patienten, Rezeption |
| August 2011 | 2. Summercamp Eine Woche ein Summercamp im MMH mit einem breiten Angebot an kreativen und produktiven Workshops für die Kinder. EineNäherei und ein Holzwerkstatt wurden eingerichtet. |
| August 2011 | Aktion Hungerhilfe Angesichts der erschütternden Not in Ostafrika hat CHC die Verantwortung übernommen 2 Dörfer in der Nähe von Marsabit, mit 224 Familien, mit Lebensmitteln zu versorgen. Koordination und Verteilung erfolgt über Bishop Martin der anglikanischen Kirche. Ein Spendenaufruf bei den Mitgliedern und Freunden von CHC brachte genügend Spenden ein, um die Ernährung der Menschen für mehrere Monate zu sichern. Um Nachhaltigkeit zu garantieren sind im zweiten Schritt infrastrukturelle Projekte geplant. |
| September 2011 | The Nest CHC unterstützt das Heim für Kinder inhaftierter Mütter, durch regelmäßige Besuche der Kinderärzte, Impfungen, Medikamente, oder finanziell bei stationären Aufhalten im Nazareth Hospital. |
| Oktober 2011 | Medizinische Patenschaften Ein Konzept für kranke, behinderte und vernachlässigte Kinder. Kinder, die ein Hilfsmittel oder ein Medikament benötigen oder bei denen der Besuch einer speziellen Schule nötig ist sollen unterstützt werden bis sie in die Selbständigkeit entlassen werden können. |
| Dezember 2011 | Bundesverdienstkreuz Fokko Doyen erhält den „Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland aus Anlass des "Tages des Ehrenamtes“ für den Aufbau von Cargo Human Care e.V. |
2004
Der Anfang, erste Kontakte werden geknüpft
2005
Vereinzelte Sachspenden, wie getragene Kinderkleidung und Spielzeug werden von Mitarbeitern der Lufthansa Cargo AG gespendet und von Piloten in ihren Koffern nach Nairobi transportiert.
2006
Das Engagement der Mediziner beginnt zunächst mit einer zahnärztlichen Versorgung. Ärzte fliegen mehrfach für einen Kurzeinsatz von 3 -4 Tagen in den Maschinen der LH Cargo nach Nairobi.
2007
Die regelmäßige ärztliche Versorgung sowie die finanzielle Basis für CHC werden organisiert.
2007
Regelmäßig kommen Fachärzte für Allgemeinmedizin, Frauenheilkunde, Kinderkrankheiten, Hals-Nasen-Ohren Erkrankungen und Zahn- und Augenerkrankungen zum Einsatz im SOS Medical Centre, sowie in einfachen Gemeinschaftsräumen des Mothers' Mercy Home.
Mai 2007
der Verein „Cargo Human Care e.V.“ wird beim Vereinsregisteramt Darmstadt eingetragen.
Dezember 2007
Die durch Aktion "FAZ-Leser helfen" zu Gunsten von CHC gesammelten Geldmittel ermöglichen den Neubau des Kinderheimes mit angeschlossener Medizinstation
2008
Der Bau beginnt
Januar 2008
Die medizinischen Einsätze werden aufgrund politischer Unruhen für ca. 2 Monate ausgesetzt
März 2008
die Baupläne werden verabschiedet und durch das Architekturbüro ausgeschrieben. Die ausführende Bau-Firma für den Neubau wird zusammen mit der Kirche ausgewählt, ein Familien Betrieb aus der unmittelbaren Nachbarschaft des MMH
April 2008
der Grundstein wird gelegt
September 2008
Bestätigung und Anerkennung der Gemeinnützigkeit
November 2008
die neuen Schlafräume werden bezogen
Dezember 2008
Auf dem Lufthansa Weihnachtsmarkt werden Wünsche der 84 Kinder des MMH von Lufthansa Cargo Mitarbeitern erfüllt
2009
Das Medical Centre nimmt die Arbeit auf
Februar 2009
Die Räume des Medical Centres werden fertig gestellt und eingerichtet. Die offizielle Einweihungsfeier erfolgt am 28.02.2009
März 2009
Einstellung von 7 ausgebildeten Krankenschwestern, die auch in Abwesenheit der deutschen Ärzte eine kontinuierliche medizinische Versorgung garantieren.
01.April 2009
Erste Sprechstunde im neuerbauten Medical Centre. Gleich am ersten Tag wird hier ein gesunder Junge geboren:
Name: Wen-Sven, Gewicht: 2900g.
Mai 2009
Regelmäßig, zwei mal pro Monat, fliegt ein Team bestehend aus 2 Ärzten für 3-4 Tage zum Einsatz ins Medical Centre.
Insgesamt sind jetzt 32 Ärztinnen und Ärzte im Einsatz: Allgemeinmediziner, Gynäkologen, Pädiater, HNO-Ärzte, Augenärzte und Zahnärzte.
Ab August 2009
Spezial-Ausbildung der Schwestern und Beantragung Aufnahme in das staatliche Vorsorge-Programm, um ab 2010 die medizinischen Tätigkeit um unten genannte Spezialgebiete erweitern zu können
1. Vorsorgeuntersuchungen in der Geburtshilfe
2. Impfungen
3. Familienplanung
September 2009
Die Arbeitsgruppe Child Care wird gegründet, um die Betreuung der Waisenkinder im Mothers' Mercy Home zu unterstützen
2010
März 2010
14 neue Kinder werden im MMH aufgenommen. Um die Betreuung aller nun 99 Kinder zu unterstützen werden 3 neue Betreuer eingestellt.
Mai 2010
Ein Patenschaftskonzept ermöglicht den älteren Kindern des MMH den Besuch einer weiterbildenden Schule und eine Berufsausbildung.
Juli 2010
Das Medical Centre behandelt bereits über 1600 Patienten pro Monat Die Arbeiten für den Erweiterungsbau beginnen.
Zwischenbericht: 3 Tage Einsatz im SOS Medical Centre Buru, Buru
73 kranke Kinder habe ich dieses Mal gesehen, untersucht und versorgt. Darunter Schwerstkranke wie Kinder mit Leukämieverdacht oder schwerer Austrocknung bei Durchfall und Unterernährung oder ein Dreijähriges mit frischer TBC-Pleuritis (Rippenfellentzündung) sowie 4 schwerstbehinderte Kleinkinder.
Leukämieverdacht
Ein Mädchen mit 5 Jahren, mit einer lebensbedrohlichen Anämie, verbunden mit einer extrem angestiegenen Anzahl der weißen Blutkörperchen(HB: 5,19; Erythrozyten 1,68 Mio:, Leukos: 126.000 !;vorwiegend Lymphozyten). Diese Konstellation lässt vor allem eine akute Leukämie vermuten. Die alleinstehende HIV- positive Mutter hatte das Kind bisher keinem Arzt vorgestellt, da das Geld für eine Behandlung fehlte. Das Mädel geht einem sehr ungewissen Schicksal entgegen. Die Heilungschancen im Fall einer Leukämie setzen eine optimale onkologische Versorgung voraus.
Exsiccation (Austrocknung) bei Unterernährung
Die 7 Monate alte Yvonne kam mit ihrer stark abgemagerten 18 jährigen Mutter am Schluss der Sprechstunde gegen 4.00 Uhr. Das Baby war dem Tod näher als dem Leben, extrem unterernährt (nur 4.000 g) und durch einen Brechdurchfall total ausgetrocknet, sodass am dürren, aufgeblähten Bauch die Hautfalten nicht mehr verstrichen sind, die Fontanelle (4x4 cm) war eingefallen und der Hautturgor herabgesetzt. Das Kind war extrem schwach, mit tief liegenden großen Augen, aber wach. Gelegentlich brachte das Baby heisere, schwache Schreie hervor. Ein Zustand also, der mit dem Weiterleben schwer vereinbar ist, wenn das Kind keine Flüssigkeit zugeführt bekommt. Der Mutter war die Situation nicht bewusst. Sie war körperlich heruntergekommen, so dass an Brustfütterung nicht zu denken war. Milch konnte sie sich nicht kaufen, Kleidung und Pflegezustand waren erbärmlich. Ich habe das Baby sofort auf Kosten von CHC ins „Nazareth-Hospital“ eingewiesen und der vollkommen mittellosen Mutter noch das Geld für ein Sammeltaxi zugesteckt. Ob die Mutter es tatsächlich dorthin bringt, können wir nicht beeinflussen. Mit diesem Hilfsangebot hat es in jedem Falleine gute Chance bekommen, nicht untergehen zu müssen.
TBC-Pleuritis (Rippenfellentzündung)
Ein 4 Jahre altes Mädel wurde mir wegen seit einigen Wochen anhaltenden Hustens vorgestellt. An sich war das Kind nicht krank wirkend, hatte kein Fieber und war in gutem Allgemeinzustand. Aber beim Abhorchen ein auffälliger Befund: Die rechte Lunge war schlechter als die Linke belüftet. In der Perkussion keine sichere Seitendifferenz. Ein Aspirationsverdacht bestand nicht sicher, war aber nicht auszuschließen (Erdnüsse?). Deswegen wurde eine Röntgenaufnahme veranlasst: Das Röntgenbild zeigte rechts einen verdickten Lungenhilus, einige Unterfeldinfiltrate und einen Pleuraerguss rechts basal. Ein Befund, der am ehesten zu einer tuberkulösen Primärinfektion passt. Jetzt erst berichtete die Mutter, dass ein naher Verwandter mit 32 Jahren seit Monaten eine offene TBC habe und in der Familie lebe. Kisha Aking; so heißt das geduldige Kind, das sich problemlos untersuchen ließ, muss in eine Spezial-Ambulanz für TBC, um weitere Diagnosesicherung zu veranlassen. Es hat bei konsequenter Therapie gute Chancen, gesund zu werden, wenn auch erst in 6-9 Monaten. Zur TBC- Behandlung gibt es in Kenia ein kostenloses Staatsprogramm. Das gleiche gilt für HIV-Erkrankungen.
Kinder mit schweren Behinderungen
Bei unseren pädiatrischen Einsätzen kommen häufig Mütter mit stark behinderten Kindern und stellen sie wegen banaler Infekte vor, die nur der äußere Anlass zum Besuch sind. Denn eigentlich wollen sie von dem weißen Doktor erfahren, wie dieser das Krankheitsbild einschätzt und ob es dagegen eine Hilfe gibt. Diesmal waren es vier schwerstbehinderte Kinder im Alter zwischen 3 ½ + 5 Jahren, die vorgestellt wurden. Diesen Behinderten bleibt -wie überall auf der Welt - das Schicksal, dauernd auf fremde Hilfe angewiesen zu sein. Dies begreiflich zu machen gehört zu den weniger schönen Pflichten unseres Berufes.
Die übrige Sprechstunde
Sie war gefüllt mit Kindern mit Hautproblemen inklusive Mykose (Hautpilz), Krätze und Hauteiterungen. Ein Ergebnis unzulänglicher Waschhygiene, mangels fließendem Wasser in den Slums. Und von zahlreichen Bronchitiden, davon einige „asthmatisch“. Als Ursache dafür kann man neben den viralen Auslösern solcher Infekte den unerträglichen Nairobi-Smog mit Gewissheit verantwortlich machen. (Gemisch von Autoabgasen, offenem Feuer zur Essenzubereitung von Millionen von Menschen und Müllverbrennung auf der Straße) Getreu der Philosophie von CHC wurde Menschen geholfen, die auf kostenlose medizinische Hilfe angewiesen sind. Dies schien mir in allen Fällen realistisch zu sein. Zusammen mit 15 Kids aus „The Nest“ waren es 88 pädiatrische Fälle in diesen Tagen. Armut und Krankheit begegnen uns dort wie Bruder und Schwester.
Dr. Jürgen Bausch
Ärztezentrum und Waisenhaus unter einem Dach
Eine Spendenaktion aus Deutschland ermöglicht das neue Gebäude
Die Arbeitsbedingungen für die Ärzte waren im Mothers Mercy Home in Kianjogu nur ungenügend und die Wohnsituation der Kinder dringend verbesserungswürdig. Im Jahr 2007 hat Cargo Human Care zusammen mit dem Träger des Heimes beschlossen, ein neues Gebäude zu errichten, in dem ein kleines Ärztezentrum wie auch ein neuer Wohntrakt für das Kinderheim untergebracht werden kann. Darin haben bisher 99 Kinder (und ihre Betreuerinnen) ein neues Heim gefunden. Finanziert wurde der Neubau im Wesentlichen durch eine Spendenaktion „FAZ-Leser helfen“ der Frankfurter Allgemeinen Zeitung Ende 2007. Da es sich bei dem Neubau um ein Gemeinschaftsprojekt von Cargo Human Care und der Anglikanische Kirche handelt, hat sich die Kirche an den Kosten beteiligt.
Ein zweistöckiges Gebäude wird mit beeindruckend einfachen Hilfsmitteln errichtet.
Nur sieben Monate von Grundsteinlegung bis Eröffnung haben die Bauarbeiten gedauert. Zwischen 50 und bis zu 70 Arbeiter, alle aus der näheren Umgebung, waren regelmäßig auf der Baustelle beschäftigt. Mit teilweise verblüffend simplen Tricks (z.B. die Schlauch-Wasser-Waage) bedienten sie sich einfacher Hilfsmittel, die in Deutschland wohl meist den Einsatz von hoch technisierten Gerätschaften erfordert hätten.
Für die Kinder des Mothers` Mercy Home ist der Neubau eine gewaltige Verbesserung ihrer Lebenssituation.
- 128 Schlafplätze für Jungen und Mädchen, in separaten Vier-Bett Zimmern auf 2 Stockwerken
- ausreichend Sanitäranlagen für alle Kinder
- je ein Krankenzimmer im Mädchen- und Jungentrakt, ausgestattet mit jeweils 2 Betten und sanitären Anlagen
- zwei kleine Betreuungswohnungen (Schlafzimmer/Küchenzeile/Badezimmer) für die Mothers, je eines im Mädchen- und Jungentrakt
- ein Gemeinschaftsraum für die Kinder, der mit Computerplätzen und einer kleinen Bibliothek ausgestattet werden soll
Das Cargo Human Care Medical Centre stellt eine durchgehende medizinische Versorgung sicher.
Das im Februar 2009 eingeweihte und in 2011 bereits erweiterte CHC-Medical Centre ist ausgestattet mit:
- vier Untersuchungsräumen, die den Fachärzten eine professionelle und wirkungsvolle Versorgung ermöglichen.
- einer Apotheke zur Medikamentenausgabe
- einem Labor
- einer Rezeption
- einem Aufenthaltsraum für das Personal,
- zwei Toiletten
- einem kleinen Wartebereich für Patienten
- einem externen Warteraum für die Patienten
Regelmäßig kommen hier deutsche Ärzteteams zum Einsatz. Während der Abwesenheit der deutschen Ärzte ist das Medical Centre permanent von fachkundigem Personal besetzt. Dadurch ist eine kontinuierliche medizinische Minimalversorgung gewährleistet. In Notfällen werden die Patienten an das Nazareth- Hospital überwiesen.
Es werden ca. 2.000 Patienten pro Monat behandelt
Bedrückende Tatsachen:
Nördlich von Nairobi, ca. 15 km entfernt der turbulenten Großstadt, liegt das Mothers` Mercy Home, ein Waisenheim für Kinder, die ihre Eltern durch die Immunschwächekrankheit Aids verloren haben.
Auch in Ländern, in denen die Immunschwäche inzwischen erfolgreich bekämpft wird, steigt die Zahl der Aids-Waisen unaufhörlich an. Bereits heute hat Aids allein in Afrika 12 Millionen Kinder zu Waisen gemacht. Bis 2010 werden voraussichtlich 15,7* Millionen Kinder dieses Schicksal teilen.
Der Verlust der Eltern hat für die Kinder dramatische Folgen. Sie geraten in wirtschaftliche Not, Diskriminierung, Isolation und werden häufig jeder Art von Liebe und Aufmerksamkeit beraubt. Laut UNICEF sind insbesondere Kleinkinder, deren Mütter an AIDS sterben, selbst in Lebensgefahr. Bei diesen Kindern ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie nicht überleben, fast viermal so hoch wie bei ihren Altergenossen. Viele Aids-Waisen sind chronisch unterernährt.
Traditionell werden die Waisenkinder von Mitgliedern der Familie versorgt -Tanten, Großmüttern, Nichten - die meist selbst bereits eine große Familie zu unterhalten haben. Angesichts der steigenden Waisenzahlen wird es auch für die Großfamilie zunehmend schwieriger, sich um die Kinder zu kümmern. Häufig wird dann die Dorfgemeinschaft aktiv, oder aber die Kinder sind sie auf sich selbst gestellt- und landen nicht selten auf den Strassen von Nairobi.
*aus dem Bericht: Afrikas verwaiste Generation, UNICEF
Mothers' Mercy Home:
Eine Gruppe von Frauen der Diözese Mount Kenia South nimmt sich der Kinder an
Die Situation von betroffenen Aidswaisen in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft war für die Mothers Union - eine Gruppe von Frauen der Diözese Mount Kenia South der Anglikanischen Kirche - nicht weiter tragbar. Sie erkannten schnell, dass eine beständige Institution notwendig ist um diesen Kindern wieder ein gesichertes zu Hause und eine regelmäßige Versorgung zu garantieren.
Finanziert durch mühevoll zusammengetragene Spendengelder eröffneten sie am 7. Mai 2001 das Mothers` Mercy Home.
Gestartet haben die Mothers ihr ehrgeiziges Projekt mit 36 Kindern im Alter zwischen 3-5 Jahren. Mit einfachsten Mitteln wurden Schlafsäle für Jungen und Mädchen und ein Küchenkomplex errichtet. Gut sechs Jahre später ist die Anzahl der Kinder auf insgesamt 84 Mädchen und Jungen, zwischen 5 und 15 Jahren angestiegen. Das bestehende Gesamtkonzept des Mothers` Mercy Home ist mehr als überzeugend. Neben den bescheidenen Schlafsälen, Gemeinschafts- und Schulräume aus Wellblech umfasst das Grundstück auch einen großen Nutzgarten, der das Heim mit frischem Gemüse versorgt. Kleinere Stallungen beherbergen Kühe und Ziegen für frische Milch und Hühner für das Frühstücksei.
Trinkwasser liefert ein Brunnen, der 2007 mit Unterstützung von verschiedenen Firmen errichtet wurde.
Die Wasserqualität und Menge ist so gut und ausreichend, dass zusätzlich ein kleiner Wasserkiosk gebaut werden konnte, der den Verkauf an die Nachbarschaft ermöglicht. Mit diesem Erlös kann wiederum gekauft werden, was nicht selbstständig produziert werden kann, wie z.B. Mais, Reis, oder hin und wieder Fleisch für die Kinder. Für die einfachen sanitären Anlagen wird das Wasser mit Hilfe einer Solaranlage erwärmt, ein kleiner Luxus in den oftmals kühlen Höhenlagen von Nairobi.
1. Vorsitzender des Vorstands, Fokko Doyen
Geburtsdatum: 1956, Ausbildung: Pilot, Beruf: Kapitän MD11
Warum ich mich bei Cargo Human Care engagiere? Ich habe gesehen, dass ich mit relativ wenig Aufwand in Kenia sehr viel bewegen kann und dass Menschen gerne bereit sind, konkrete Projekte in Afrika zu unterstützen. Als es darum ging, die Herzoperation des kleinen John Kaheni aus dem Mothers Mercy Home zu finanzieren, fanden sich in Windeseile Sponsoren. Und genau das ist meine Motivation: Mit Unterstützung von Sponsoren und Ärzten den Menschen in Nairobi zu helfen, die unsere Unterstützung am dringendsten benötigen. Dafür stehe ich mit aller Kraft zur Verfügung.
Was bringe ich für meine Aufgaben mit? Entschlossenheit!
2. Vorsitzender des Vorstands, Priv. Doz. Dr. Sven Sievers
Vorstandsaufgaben: medizinischen Fragen, Einweisung der Ärzte in ihre Aufgaben, Erstellung des med. Einsatzplanes.
Geburtsdatum: 1938, Ausbildung: Frauenheilkunde und Geburtshilfe,
Beruf: Chefarzt im Ruhestand
Was bringe ich für meine Aufgaben mit? Großes Einfühlungsvermögen in die Welt der Afrikaner durch sehr viele Aufenthalte in diesem Kontinent. Langjährige medizinische Erfahrung und bedingt durch die Leitung einer Frauenklinik auch Organisationstalent. Zeit, Energie und Freude für dieses Projekt.
Vorstandsmitglied - Dr. Jürgen Bausch
Vorstandsaufgaben: Organisation
Geburtsdatum: 1937, Ausbildung: Medizinstudium,
Beruf: Arzt (Kinder- u. Allgemeinmedizin eigene Praxis seit 1975)
Was bringe ich für meine Aufgaben mit? Organisationssachverstand mit medizinischem Hintergrund aus langjähriger Vorstandsarbeit in Gremien des Gesundheitswesens auf Bundes- und Landesebene. Familiäre Kontakte zu einer alteingesessenen kenianischen Familie aus Uthiru bei Nairobi mit der Möglichkeit ständiger Rückkopplung mit dem deutschen Zweig dieses Kikuyu-Clans.
Vorstandsmitglied - Dr. Corinna Röhricht
Vorstandsaufgaben: Projektmanagement
Geburtsdatum: 1967, Ausbildung: Dipl. Geologin,
Beruf: Leiterin Hub/Inbound / Lufthansa Cargo
Was bringe ich für meine Aufgaben mit? Mehrjährige Projektarbeit in Kenia, im Rahmen eines interdisziplinären Forschungsprojekts in Zusammenarbeit mit der Universität Nairobi. Eine Ausbildung zur Projektmanagerin, sehr gute organisatorische Fähigkeiten, ein gutes Einfühlvermögen in andere Kulturen und eine große Begeisterungsfähigkeit.
Vorstandsmitglied - Sieglinde Reinhard
Vorstandsaufgaben: Schriftführung und Mitgliedermanagement
Geburtsdatum: 1957, Ausbildung: Mathematisch technische Assistentin,
Beruf: Teamleiterin IT-Projekte bei Lufthansa Cargo
Was bringe ich für meine Aufgaben mit? Erfahrungen im Mitgliedermanagement. Großen Respekt vor dem bisher Geleisteten sowie viel Freude daran, die begonnene Arbeit fortzusetzen und so auszuweiten, dass verlässlich und dauerhaft eine Besserung der medizinischen Grund- Versorgung für eine Vielzahl von Kindern und Erwachsenen ermöglicht wird.
Vorstandsmitglied - Gerhard Meyke
Vorstandsaufgaben: Verantwortung für Finanzen, Projektunterstützung
Geburtsdatum: 1948 Ausbildung: Bankkaufmann
Beruf: Bankdirektor im Vorruhestand
Was bringe ich für meine Aufgaben mit? Erfahrung im Finanzwesen und Projektmanagement, Zielstrebigkeit, Engagement und Organisationsgeschick.
Während wir im Überfluss leben, gibt es auf der ganzen Welt sehr viel Armut und Elend. Hiervon sind immer die am ehesten betroffen, die sich am wenigsten wehren können – die Kinder. Wir können die Welt nicht verändern, aber wir können einigen wenigen Menschen neue Hoffnungen und Perspektiven geben, dafür lohnt sich jeder Einsatz! Auch wenn es der Tropfen auf dem heißen Stein ist, es ist dennoch ein Tropfen! Bei Cargo Human Care können wir diese Hilfe konkret zusammen mit vielen anderen ehrenamtlichen Helfern dorthin bringen, wo die Not am größten ist, ohne im Verwaltungsaufwand zu ersticken oder Gelder für die Administration aufwenden zu müssen.
Vorstandsmitglied – Martin Schlingensiepen
Vorstandsaufgaben: PR / Öffentlichkeitsarbeit, Kontaktpflege zu Unterstützern, Organisationen, Behörden und zu Lufthansa Cargo sowie dem Lufthansa Konzern
Geburtsdatum: 1952
Beruf: 37 Jahre im Lufthansa Konzern tätig, zuletzt Leiter Produktmanagement in Frankfurt und vorher Leiter Area Management Asien-Pazifik in Singapur, seit Juli 2011 im Vorruhestand.
Warum ich mich bei Cargo Human Care engagiere? Nach erfolgreichem Berufsleben möchte ich mich im sozialen Bereich stärker engagieren und etwas zurückgeben an Menschen in Not.
Was bringe ich für meine Aufgaben mit? Freude und Spaß an der Aufgabe sowie Zeit Logistische Kompetenz. Im Ausland gesammelte Erfahrungen und weltweite Kontakte.
Vorstandsmitglied – Anke Gaußmann
Meine Vorstandsaufgaben: Management der Mitarbeiter im Medical Centre und Unterstützung von Dr. Sievers.
Geburtsdatum: 1963
Ausbildung: Ärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe
Beruf: Oberärztin in der Geburtshilfe
Warum ich mich bei Cargo Human Care engagiere? Cargo Human Care ist ein überschaubares aber sehr erfolgreiches Projekt, dass mich sofort überzeugt hat. Meine Familie, Freunde, Nachbarn und Arbeitskollegen unterstützen unsere Arbeit, so können wir mit einfachen Mitteln viel für Kinder und Kranke in Nairobi erreichen. Nairobi ist faszinierend, ich habe in den letzten drei Jahren bei meinen Einsätzen sehr viele interessante Menschen getroffen. Ich kann in diesem Projekt meine Ausbildung und meine Freude an Afrika und den Menschen dort sinnvoll einsetzen.
Was bringe ich für meine Aufgaben mit? Meine Ausbildung, Organisationstalent und Humor.
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