Cargo Human Care Pressemappe, Stand Januar 2010
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Telefon: 0160 90854353
www.cargohumancare.de
- die direkte medizinische Hilfeleistung für bedürftige, kranke und notleidende Menschen
- mittellosen und unterversorgten Waisenkindern ein zu Hause und damit eine Zukunft zu geben.
CHC konzentriert sich zurzeit auf drei Projekte in der ländlichen Umgebung von Nairobi/ Kenia.
- das SOS Medical Centre in Buru Buru betreut Menschen aus den umliegenden Slums, darunter viele HIV infizierte Familien.
- Das Mothers` Mercy Home in Kianjogu, ein Kinderheim für Waisenkinder
- das Cargo Human Care Medical Centre, angeschlossen an das Mothers’ Mercy Home Kinderheim, nimmt sich der medizinischen Betreuung der Waisenkinder und der unterversorgten Menschen der Umgebung an
Die notwendige Koordinationsarbeit in Deutschland wie auch die medizinische Behandlung vor Ort wird ehrenamtlich geleistet. Lufthansa Cargo stellt u.a. die Flugtickets für Ärzte und freie Transportkapazität für medizinische Geräte zur Verfügung.
“Wer in Kenia krank wird und kein Geld hat muss sterben! Dem wollen wir nachhaltig entgegenwirken.”
- Ärzte aus verschiedenen Fachdisziplinen (Allgemein, Kinder, Zahn, Gynäkologie, HNO, Augen) behandeln Patienten unentgeltlich in regelmäßigen Kurzeinsätzen (3-4 Tage) vor Ort
- Lufthansa Cargo transportiert Ärzte und medizinisches Gerät
- Die Behandlung findet in Medizinzentren vor Ort statt, bei medizinisch notwendigen Operationen überweisen wir die Patienten in das örtliche Nazareth Hospital. Die Kosten dafür trägt Cargo Human Care
- Bau, Eröffnung und Betrieb des CHC Medical Centres, Einweihung am 28. Februar 2009
“Wir haben die Verantwortung für die heute 84, demnächst 128 Waisenkinder im Mothers` Mercy Home übernommen.”
- Neubau Kinderheim, Einweihung 29.11.2008
- Unterstützung des karitativen Trägers, der anglikanischen Kirche, bei medizinischer Versorgung, Schul-Uniformen, täglichem Bedarf wie Ernährung und Kleidung und (demnächst geplant) Berufsausbildung der älteren Kinder.
Das SOS Medical Centre in Buru Buru wird seit 2004 durch CHC mit ärztlichen Leistungen und medizinischer Ausstattung unterstützt. In dem, einem SOS Kinderdorf angegliederten Medical Centre betreut ein einheimischer Arzt für Allgemeinmedizin hauptsächlich Menschen, die in der SOS eigenen HIV-Stiftung aufgenommen sind. Das sind ca. 600 Familien, in denen HIV aufgetreten ist und die von Medikamenten über Ernährung bis hin zu Ausbildung und Unterstützung im Arbeitsleben betreut werden. Die deutschen Ärzte der Fachrichtungen Augen- und Kinderheilkunde sowie Gynäkologie, HNO und Zahnmedizin unterstützen die Tätigkeit des einheimischen Arztes, behandeln aber auch Bedürftige aus dem nahen Slumgebiet Buru Buru. Jeweils zwei Ärzte mit unterschiedlichen Fachrichtungen fliegen einmal im Monat nach Nairobi und arbeiten im SOS Medical Centre ehrenamtlich für 3-4 Tage. Die Ärzte nutzen die vorhandenen Strukturen und Einrichtungen des SOS Medical Centres. Ihnen stehen zwei Behandlungszimmer, Personal und ein Labor zur Verfügung.
Das Mothers` Mercy Home (MMH) ist ein Kinderheim für Waisenkinder, welches 2001 von Frauen der Diözese Mount Kenia South der Anglikanischen Kirche ins Leben gerufen wurde. Viele der Kinder haben ihre Eltern durch HIV verloren. Seit 2004 unterstützt CHC die Kinder mit Kleidung, medizinischer Hilfe und hat in 2008 ein neues Gebäude mit Platz für insgesamt 128 Waisenkinder errichtet. Geplant ist, durch die finanzielle Unterstützung der CHC, den Jugendlichen eine Berufsausbildung zu ermöglichen.
Das Cargo Human Care Medical Centre wurde am 28.02.2009 eröffnet und ist an das neue Gebäude des Mothers` Mercy Home Waisenheim angeschlossen. Es dient der ärztlichen Versorgung sowohl der MMH-Kinder als auch der in der Umgebung wohnenden Menschen - etwa 10.000 Menschen leben dort ohne ärztliche Betreuung. Das Centre wird durchgehend mit medizinisch geschultem, einheimischem Personal besetzt sein und eine kontinuierliche Versorgung der Patienten gewährleisten. Deutsche Ärzte aus den verschiedenen Fachbereichen werden regelmäßig vor Ort akut vorliegende Krankheiten behandeln. Als Spezialisten arbeiten sie unentgeltlich für die, die sich solche ärztliche Hilfe nicht leisten können. Ein Ärzteteam, bestehend aus zwei Ärzten mit unterschiedlicher Fachrichtung wird zweimal im Monat für 3-4 Tage im Cargo Human Care Medical Centre arbeiten.
Nur durch die finanzielle Unterstützung der Mitglieder und durch Spenden ist diese konkrete Hilfe möglich.
Cargo Human Care agiert bewusst als kleine, familiäre Organisation mit überschaubaren Projekten, die konkrete aber auch nachhaltige Hilfe vor Ort leistet. Alle Ärzte und die koordinierenden Mitarbeiter in Deutschland arbeiten unentgeltlich. Lufthansa Cargo stellt die Flugtickets für die Ärzte und freie Transportkapazität für medizinische Geräte und Hilfsgüter zur Verfügung.
Auch wenn die Projekte mit großem Engagement von ehrenamtlichen Mitarbeitern umgesetzt werden, bedarf es finanzieller Mittel, um die gesetzten Ziele zu erreichen. Im Cargo Human Care Medical Centre arbeiten ein „Medical Officer“ und Schwestern, die von CHC finanziert werden. Ärztliches Verbrauchsmaterial und Medikamente zur Ausgabe über die angegliederte Apotheke müssen beschafft werden. Kosten für Untersuchungen und Operation im örtlichen Krankenhaus, in das unsere Patienten in dringenden Fällen überwiesen werden, werden von CHC getragen.
Wir richten unsere Hilfstätigkeiten explizit auf die lokale Infrastruktur und die vor Ort bestehenden Organisationen aus. In diesem Sinn nehmen wir Sachspenden zur Verteilung vor Ort nur begrenzt entgegen, bevorzugt im Bereich von medizinischen Untersuchungsgeräten und medizinischem Verbrauchsmaterial. Wo immer möglich, ziehen wir bewusst vorhandene wirtschaftliche und organisatorische Grundlagen in unsere Arbeit ein. Auf diese Art sorgen wir für die Nachhaltigkeit unserer Projekte und die Entstehung bzw. Sicherung von Arbeitsplätzen vor Ort.
Spenden und besonders die regelmäßige Zuwendung unserer Mitglieder ermöglichen uns eine gut durchdachte Planung und sichern die kontinuierliche Umsetzung der Projekte. Wir verwenden das uns anvertraute Geld sparsam und legen großen Wert auf ehrenamtlichen Einsatz und Beschränkung der Verwaltungsausgaben auf ein absolutes Minimum.
Spendenkonto von Cargo Human Care e.V. (
Spenden und Mitgliedbeiträge an CHC sind steuerabzugsfähig.)
Kontoinhaber: Cargo Human Care e.V.
Kontonummer: 16060600
Bankleitzahl: 50852553
Kreissparkasse Gross Gerau
IBAN: DE40 5085 2553 0016 0606 00 / SWIFT-BIC.: HELA DE F1GRG
Februar 2009
Die Räume des Medical Centres werden fertiggestellt und eingerichtet. Die offizielle Einweihungsfeier erfolgt am 28.02.2009
März 2009
Einstellung von 7 ausgebildeten Krankenschwestern, die auch in Abwesenheit der deutschen Ärzte eine kontinuierliche medizinische Versorgung garantieren.
1. April 2009
Erste Sprechstunde im neuerbauten Medical Centre. Das Team Dr. Sven Sievers, Gynäkologe, und Dr, Matthias Gründler, Kinderarzt, nimmt die Arbeit in den neuen Räumen auf.
Gleich am ersten Tag wird hier ein gesunder Junge geboren: Name: Wen-Sven, Gewicht: 2900g.
Mai 2009
Regelmäßig, zwei mal pro Monat, fliegt ein Team bestehend aus 2 Ärzten für 3-4 Tage zum Einsatz ins Medical Centre.
Insgesamt sind jetzt 32 Ärztinnen und Ärzte im Einsatz: Allgemeinmediziner, Gynäkologen, Pädiater, HNO-Ärzte, Augenärzte und Zahnärzte.
Ab August 2009
Spezial-Ausbildung der Schwestern und Beantragung Aufnahme in das staatliche Vorsorge-Programm, um ab 2010 die medizinischen Tätigkeit um unten genannte Spezialgebiete erweitern zu können
1.Vorsorgeuntersuchungen in der Geburtshilfe
2.Impfungen
3.Familienplanung
September 2009
Die Arbeitsgruppe Child Care wird gegründet, um die Betreuung der Waisenkinder im Mother’s Mercy Home zu unterstützen.
Oktober 2009
Mitgliederzahl bei Cargo Human Care überspringt die 200er Grenze
November 2009
Statistik des neuen Medical Centres nach neun Monaten Betrieb
Von April bis November 2009 wurden insgesamt 7068 Patienten behandelt
Weiblich: 4712 Patientinnen
Männlich: 2374 Patienten
Stat. Einweisungen: 257 Patienten
HNO: 215 Patienten
Gynäkologie: 478 Patientinnen
Allgemeinmedizin: 873 Patienten
Kinder: 222 Patienten
Augen: 124 Patienten
Zahnmedizin: 300 Patienten
Dezember 2009
Ein Weihnachtswunsch wird erfüllt: Alle 84 Waisenkinder erhalten ein nagelneues Paar schwarze Schuhe für ihre Schuluniform.
Ausbau und Erweiterung des Medical Centres.
Es hat sich gezeigt, dass die vorhandenen Räumlichkeiten im Medical Centre für unsere Tätigkeiten schon jetzt nicht mehr ausreichen. Wir planen einen Anbau. So wird die Apotheke einen größeren Raum erhalten und unsere Behandlungszimmer werden in Zahl und Größe erweitert. Es werden getrennte Wartebereiche für kranke Patienten und für die Familienplanungen und Impfungen eingerichtet.
Einführung eines Patenschaftssystems
Im täglichen medizinischen Alltag unseres Medical Centres begegnen uns immer wieder Menschen, die aus verschiedenen Gründen dauerhaft finanzielle Unterstützung benötigen. Ein Beispiel ist der blinde Junge John, dem wir aus medizinischer Sicht sein Augenlicht nicht wiedergeben konnten und für den wir einen Paten gefunden haben, der die Kosten für die Blindenschule übernimmt.
Im kommenden Jahr erreichen die ersten Kinder das Alter, in dem Entscheidungen über weiterbildende Schulen sowie Berufsausbildungen gestellt werden müssen. Auch bei der Finanzierung dieser Ausbildungsmaßnahmen möchte CHC in Form von Patenschaften unterstützen.
Wir haben und für 2010 vorgenommen, ein Patenschafts-Konzept auszuarbeiten und einzuführen.
Betreuung der Waisenkinder
Mit der Aufnahme weitere Kinder ist es erforderlich, weitere regelmäßig anwesende Betreuungspersonen einzusetzen, die so ausgelegt sein soll, dass allen Kinder eine intensivere, individuelle Förderung angeboten werden kann. Zusammen mit dem Mothers Board der Kirche sollen drei neue „Mütter“ und ein Sozialarbeiter ausgewählt werden. CHC wird die Finanzierung der neuen Kräfte weitgehend übernehmen.
Einsatz von Dr. Michael Otto, Facharzt für Allgemeinmedizin, vom 05. - 08.10.2009 im Cargo Human Care Medical Centre
Schneller als erwartet kam ich zu meinem ersten Einsatz in unserem Medical Centre in Nairobi. Eigentlich war ich erst für einen Einsatz in 2010 vorgesehen, dann fiel aber ein Kollege aus und ich durfte einspringen. Aber der Reihe nach.
Am Abend des 4.10.09 traf ich die liebenswerte Kollegin Jutta Leuser am Frankfurter Flughafen. Sie schleuste mich mit bis nach Kelsterbach. Jutta ist Nairobi erfahren und damit hatte sie mir einiges voraus. Wir durchliefen die üblichen Kontrollen, bevor wir dann die mächtige MD-11 besteigen durften. Auch für einen ehemaligen Flugbegleiter wie mich ist dies immer wieder ein besonderer Moment. Nachdem wir die Pass- und Zollkontrolle nach Ankunft in Nairobi hinter uns gelassen hatten, ging es durch das morgendliche Verkehrschaos Richtung Zentrum, wo uns schon Henry, unser Fahrer, erwartete. Nach einer herzlichen Verabschiedung von der Crew brachte Henry uns zunächst in ein Casino. Natürlich sollten wir nicht spielen, sondern Geld wechseln. Der Wechselkurs war super. Anschließend ging es kompetent und unter Hinweis auf die Sehenswürdigkeiten durch Nairobi und raus aus der Stadt. Inzwischen fühlte ich mich Afrika schon etwas näher, eine Stadt ist eben doch nur eine Stadt, egal auf welchem Kontinent, überall Verkehrschaos. Auffallend war sofort die kupferrote Erde, ganz anders als in der norddeutschen Tiefebene, wo sie schwarz ist.
Im Kentmere Club, unserer Bleibe, angekommen, wechselten wir die Klamotten und weiter ging es über eine abenteuerliche Straße und durch Teeplantagen zum Medical Centre. Dort warteten bereits die ersten Patienten auf uns wie auch das gesamte Team. Wir wurden überaus herzlich empfangen. Man hatte gleich das Gefühl hier zu Hause zu sein, kein fremdeln, einfach nett!! So hatte ich es mir gewünscht. Nach einer kurzen gegenseitigen Vorstellung und Einführung in die Örtlichkeit bekamen wir Mittag – Bohnen, Kartoffeln, Reis und etwas Grünzeug, vielleicht Mangold? Es war gut aber leider nicht gesalzen. Ein Tütchen Salz oder vielleicht einen Salzstreuer sollte man sich mitnehmen, wenn man es etwas würziger mag. Nachdem wir uns gestärkt hatten, gab es noch einen Kaffee. Ich trinke ihn ohne Zucker, was bei den Schwestern immer Anlass zum Schmunzeln war. Ich weiß bis jetzt nicht warum?
Die Praxis ist zweckmäßig eingerichtet, natürlich nicht mit unseren vergleichbar aber für dortige Verhältnisse top. Mal ehrlich, sahen die Praxen unserer Vorgänger nicht ähnlich oder viel weniger gut aus? Ist der Aufwand, den wir treiben und treiben müssen, wirklich nötig? Ich war sehr zufrieden, es ließ sich vortrefflich arbeiten. Leider hatten wir fast nie Strom, es ging aber auch so. Daran wird gearbeitet, wie ich gelesen habe. Die Schwestern waren klasse, sehr kompetent und hilfsbereit, ich würde sie sofort bei mir einstellen. Was die Erkrankungen der Patienten anging, unterschieden diese sich nicht wesentlich von den Erkrankungen meiner Patienten. Es kamen viele ältere Menschen mit degenerativen Erkrankungen und entsprechenden Schmerzen, Kinder mit Infektionen, Erkältungen, Durchfälle, eigentlich nichts wirklich typisch tropisches und dennoch war es anders als bei uns. Es wurde einem schnell bewusst, wie wenig man für die Patienten im Vergleich zu Deutschland tun kann. Dennoch sind sie für das Wenige äußerst dankbar, ganz im Gegensatz zu vielen unserer Patienten in Deutschland. Besonders ist mir ein geistig und körperlich schwerstbehinderter Junge in Erinnerung geblieben. Seine Mutter und seine Oma stellten ihn mir vor und wollten vom „ Doktor aus Deutschland“ wissen, ob man denn wirklich nichts für den Sohn tun könne, wie man es ihnen wohl schon in Kenia gesagt hatte. Leider musste ich dem zustimmen. Der bedauernswerte Junge stand mit herzergreifendem Blick vor mir und ich konnte ihm nicht helfen. Das geht einem schon nahe. Dennoch bedankte sich die Mutter und sagte, wie ganz viele der Patienten – thank you, God bless you. Mein Gott, wie muss es den Menschen gehen, wenn sie sich für nichts oder wenig bedanken. Diese Erfahrung macht einen demütig und zufrieden zugleich, zufrieden mit den so viel besseren Lebensbedingungen, wie wir sie haben. Das ist auch das Wesentliche, das ich mit nach Hause genommen habe, neben den vielen anderen überwiegend netten Erlebnissen.
Am Mittwoch endete unser Einsatz, natürlich nicht ohne auf dem Fruchtmarkt gewesen zu sein. Schließlich landeten wir im Serena Hotel, wo ich kurz vor der Abfahrt vor dem Hoteleingang Kofi Annan, den ehemaligen UN-Generalsekretär kennenlernte. Er verließ das Hotel nach einer Konferenz. Ich sprach ihn einfach an, er erwiderte meine Ansprache und wir unterhielten uns für einige Minuten, sehr zum Leidwesen seiner Leibwächter. Natürlich habe ich ihm von CHC berichtet, was er erfreut zur Kenntnis nahm. So endete der Tag in jeder Hinsicht positiv. Der Rückflug war ein Vergnügen und der nächste Tag in der eigenen Praxis auch. Ich freue mich schon auf den nächsten Einsatz, die lieben Schwestern und die Patienten.
Michael Otto
Eine Spendenaktion aus Deutschland ermöglicht das neue Gebäude
Die Arbeitsbedingungen für die Ärzte waren im Mothers Mercy Home in Kiambu nur ungenügend und die Wohnsituation der Kinder dringend verbesserungswürdig. Im Jahr 2007 hat Cargo Human Care zusammen mit dem Träger des Heimes beschlossen, ein neues Gebäude zu errichten in dem ein kleines Ärztezentrum wie auch ein neuer Wohntrakt für das Kinderheim untergebracht werden kann. Darin haben 128 Kinder (und ihre Betreuerinnen) ein neues Heim gefunden.
Finanziert wurde der Neubau im Wesentlichen durch eine Spendenaktion „FAZ-Leser helfen“ der Frankfurter ALlgemeinen Zeitung Ende 2007. Da es sich bei dem Neubau um ein Gemeinschaftsprojekt von Cargo Human Care und der Anglikanische Kirche handelt, hat sich die Kirche an den Kosten beteiligt.
Ein zweistöckiges Gebäude wird mit beeindruckend einfachen Hilfsmitteln errichtet.
Nur sieben Monate von Grundsteinlegung bis Eröffnung haben die Bauarbeiten gedauert. Zwischen 50 und bis zu 70 Arbeiter, alle aus der näheren Umgebung, waren regelmäßig auf der Baustelle beschäftigt. Mit teilweise verblüffend simplen Tricks (z.B. die Schlauch-Wasser-Waage) bedienten sie sich einfacher Hilfsmittel, die in Deutschland wohl meist den Einsatz von hoch technisierten Gerätschaften erfordert hätten.
Für die Kinder des Mothers` Mercy Home ist der Neubau eine gewaltige Verbesserung ihrer Lebenssituation.
- 128 Schlafplätze für Jungen und Mädchen, in separaten Vier-Bett Zimmern auf 2 Stockwerken
- ausreichend Sanitäranlagen für alle Kinder
- je ein Krankenzimmer im Mädchen- und Jungentrakt, ausgestattet mit jeweils 2 Betten und sanitären Anlagen
- zwei kleine Betreuungswohnungen (Schlafzimmer/Küchenzeile/Badezimmer) für die Mothers, je eines im Mädchen- und Jungentrakt
- ein Gemeinschaftsraum für die Kinder, der mit Computerplätzen und einer kleinen Bibliothek ausgestattet werden soll
Das Konzept des Cargo Human Care Medical Centres sieht eine durchgehende medizinische Versorgung vor.
Das am 28.02 09 eingeweihte CHC-Medical Centre ist ausgestattet mit:
- zwei Untersuchungsräumen, die den Fachärzten eine professionelle und wirkungsvolle Versorgung ermöglichen.
- einer Medikamentenausgabe
- einer Rezeption
- einem externen Warteraum für die Patienten
Regelmäßig werden hier deutsche Ärzteteams zum Einsatz kommen. Während der Abwesenheit der deutschen Ärzte ist das Medical Centre permanent von fachkundigem Personal besetzt. Dadurch ist eine kontinuierliche medizinische Minimalversorgung gewährleistet. In Notfällen werden die Patienten an das Nazareth- Hospital überwiesen.
2005
Vereinzelte Sachspenden, wie getragene Kinderkleidung und Spielzeug werden von Mitarbeitern der Lufthansa Cargo AG gespendet und von Piloten in ihren Koffern nach Nairobi transportiert wurden.
2006
Das Engagement der Mediziner beginnt zunächst mit einer zahnärztlichen Versorgung. Ärzte fliegen mehrfach für einen Kurzeinsatz von 3 -4 Tagen in den Maschinen der LH Cargo nach Nairobi.
2007
Regelmäßig kommen Fachärzte für Allgemeinmedizin, Frauenheilkunde, Kinderkrankheiten, Hals-Nasen-Ohren Erkrankungen und Zahn- und Augenerkrankungen zum Einsatz im SOS Medical Centre, sowie in einfachen Gemeinschaftsräumen des Mothers Mercy Home.
Mai 2007
der Verein „Cargo Human Care e.V.“ wird beim Vereinsregisteramt Darmstadt eingetragen.
September 2007
vorläufige Anerkennung der Gemeinnützigkeit
Dezember 2007
mit der Aktion „FAZ-Leser helfen“ zu Gunsten von CHC werden die Geldmittel für den Neubau des Kinderheimes mit angeschlossener Medizinstation gesammelt.
Januar 2008
die medizinischen Einsätze werden aufgrund politischer Unruhen für ca. 2 Monate ausgesetzt
März 2008
die Baupläne werden verabschiedet und durch das Architekturbüro ausgeschrieben. Die ausführende Bau-Firma für den Neubau wird zusammen mit der Kirche ausgewählt, ein Familien Betrieb aus der unmittelbaren Nachbarschaft des MMH
April 2008
der Grundstein wird gelegt
September 2008
Bestätigung und Anerkennung der Gemeinnützigkeit
November 2008
die neuen Schlafräume werden bezogen
Dezember 2008
Auf dem Lufthansa Weihnachtsmarkt werden Wünsche der 84 Kinder des MMH von Lufthansa Cargo Mitarbeitern erfüllt
Februar 2009
die Räume des Cargo Human Care Medical Centres werden fertiggestellt und eingerichtet
Bedrückende Tatsachen - Aidswaisen in Afrika
Nördlich von Nairobi, ca. 15 km entfernt der turbulenten Großstadt, liegt das Mothers` Mercy Home, ein Waisenheim für Kinder, die ihre Eltern durch die Immunschwächekrankheit Aids verloren haben.
Auch in Ländern, in denen die Immunschwäche inzwischen erfolgreich bekämpft wird, steigt die Zahl der Aids-Waisen unaufhörlich an. Bereits heute hat Aids allein in Afrika 12 Millionen Kinder zu Waisen gemacht. Bis 2010 werden voraussichtlich 15,7* Millionen Kinder dieses Schicksal teilen.
Der Verlust der Eltern hat für die Kinder dramatische Folgen. Sie geraten in wirtschaftliche Not, Diskriminierung, Isolation und werden häufig jeder Art von Liebe und Aufmerksamkeit beraubt. Laut UNICEF sind insbesondere Kleinkinder, deren Mütter an AIDS sterben, selbst in Lebensgefahr. Bei diesen Kindern ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie nicht überleben, fast viermal so hoch wie bei ihren Altergenossen. Viele Aids-Waisen sind chronisch unterernährt.
Traditionell werden die Waisenkinder von Mitgliedern der Familie versorgt -Tanten, Großmüttern, Nichten - die meist selbst bereits eine große Familie zu unterhalten haben. Angesichts der steigenden Waisenzahlen wird es auch für die Großfamilie zunehmend schwieriger, sich um die Kinder zu kümmern. Häufig wird dann die Dorfgemeinschaft aktiv, oder aber die Kinder sind sie auf sich selbst gestellt- und landen nicht selten auf den Strassen von Nairobi.
*aus dem Bericht: Afrikas verwaiste Generation, UNICEF
Eine Gruppe von Frauen der Diözese Mount Kenia South nimmt sich der Kinder an
Die Situation von betroffenen Aidswaisen in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft war für die Mothers Union - eine Gruppe von Frauen der Diözese Mount Kenia South der Anglikanischen Kirche - nicht weiter tragbar. Sie erkannten schnell, dass eine beständige Institution notwendig ist um diesen Kindern wieder ein gesichertes zu Hause und eine regelmäßige Versorgung zu garantieren.
Finanziert durch mühevoll zusammengetragene Spendengelder eröffneten sie am 7. Mai 2001 das Mothers` Mercy Home.
Gestartet haben die Mothers ihr ehrgeiziges Projekt mit 36 Kindern im Alter zwischen 3-5 Jahren. Mit einfachsten Mitteln wurden Schlafsäle für Jungen und Mädchen und ein Küchenkomplex errichtet. Gut sechs Jahre später ist die Anzahl der Kinder auf insgesamt 84 Mädchen und Jungen, zwischen 5 und 15 Jahren angestiegen. Das bestehende Gesamtkonzept des Mothers` Mercy Home ist mehr als überzeugend. Neben den bescheidenen Schlafsälen, Gemeinschafts- und Schulräume aus Wellblech umfasst das Grundstück auch einen großen Nutzgarten, der das Heim mit frischem Gemüse versorgt. Kleinere Stallungen beherbergen Kühe und Ziegen für frische Milch und Hühner für das Frühstücksei.
Trinkwasser liefert ein Brunnen, der 2007 mit Unterstützung von verschiedenen Firmen errichtet wurde.
Die Wasserqualität und Menge ist so gut und ausreichend, dass zusätzlich ein kleiner Wasserkiosk gebaut werden konnte, der den Verkauf an die Nachbarschaft ermöglicht. Mit diesem Erlös kann wiederum gekauft werden, was nicht selbstständig produziert werden kann, wie z.B. Mais, Reis, oder hin und wieder Fleisch für die Kinder. Für die einfachen sanitären Anlagen wird das Wasser mit Hilfe einer Solaranlage erwärmt, ein kleiner Luxus in den oftmals kühlen Höhenlagen von Nairobi.
1. Vorsitzender des Vorstands, Fokko Doyen
Geburtsdatum: 1956, Ausbildung: Pilot, Beruf: Kapitän MD11
Warum ich mich bei Caro Human Care engagiere? Ich habe gesehen, dass ich mit relativ wenig Aufwand in Kenia sehr viel bewegen kann und dass Menschen gerne bereit sind, konkrete Projekte in Afrika zu unterstützen. Als es darum ging, die Herzoperation des kleinen John Kaheni aus dem Mothers Mercy Home zu finanzieren, fanden sich in Windeseile Sponsoren. Und genau das ist meine Motivation: Mit Unterstützung von Sponsoren und Ärzten den Menschen in Nairobi zu helfen, die unsere Unterstützung am dringendsten benötigen. Dafür stehe ich mit aller Kraft zur Verfügung.
Was bringe ich für meine Aufgaben mit? Entschlossenheit!
2. Vorsitzender des Vorstands, Priv. Doz. Dr. Sven Sievers
Vorstandsaufgaben: medizinischen Fragen, Einweisung der Ärzte in ihre Aufgaben, Erstellung des med. Einsatzplanes.
Geburtsdatum: 1938, Ausbildung: Frauenheilkunde und Geburtshilfe,
Beruf: Chefarzt im Ruhestand
Was bringe ich für meine Aufgaben mit? Großes Einfühlungsvermögen in die Welt der Afrikaner durch sehr viele Aufenthalte in diesem Kontinent. Langjährige medizinische Erfahrung und bedingt durch die Leitung einer Frauenklinik auch Organisationstalent. Zeit, Energie und Freude für dieses Projekt.
Vorstandsmitglied - Dr. Jürgen Bausch
Vorstandsaufgaben: Organisation
Geburtsdatum: 1937, Ausbildung: Medizinstudium,
Beruf: Arzt (Kinder- u. Allgemeinmedizin eigene Praxis seit 1975)
Was bringe ich für meine Aufgaben mit? Organisationssachverstand mit medizinischem Hintergrund aus langjähriger Vorstandsarbeit in Gremien des Gesundheitswesens auf Bundes- und Landesebene. Familiäre Kontakte zu einer alteingesessenen kenianischen Familie aus Uthiru bei Nairobi mit der Möglichkeit ständiger Rückkopplung mit dem deutschen Zweig dieses Kikuyu-Clans.
Vorstandsmitglied - Brigitte Kratky
Vorstandsaufgaben: Eventmanagement, PR-Aktivitäten,
Geburtsdatum: 1952, Ausbildung: Staatlich geprüfte Betriebswirtin, Beruf: Selbständige Eventmanagerin seit 1982
Was bringe ich für meine Aufgaben mit? Langjährige selbständige Führung meiner Agentur, von Personal und logistischen Abläufen bei diversen Eventveranstaltungen. Ich bin begeisterungsfähig und besitze gute organisatorische sowie ausgeprägte Improvisationsfähigkeiten. Flexibilität.
Vorstandsmitglied - Dr. Corinna Röhricht
Vorstandsaufgaben: Projektmanagement
Geburtsdatum: 1967, Ausbildung: Dipl. Geologin,
Beruf: Leiterin Hub/Inbound / Lufthansa Cargo
Was bringe ich für meine Aufgaben mit? Mehrjährige Projektarbeit in Kenia, im Rahmen eines interdisziplinären Forschungsprojekts in Zusammenarbeit mit der Universität Nairobi. Eine Ausbildung zur Projektmanagerin, sehr gute organisatorische Fähigkeiten, ein gutes Einfühlvermögen in andere Kulturen und eine große Begeisterungsfähigkeit.
Vorstansmitglied - Ingo Koch
Vorstandsaufgaben: Einsatzbetreung und Koordination vor Ort
Geburtsdatum: 1977
Ausbildung: Pilot
Beruf: Co-Pilot MD11
Warum ich mich bei Caro Human Care engagiere? Bereits im Alter von 3 Monaten war ich das erste Mal in Nairobi, seitdem zieht es mich immer wieder nach Afrika.
Die Natur, die Tiere und vor allem die Menschen - einfach nur unbeschreiblich!
Vor 2 Jahren stellte mir Fokko Doyen das Mothers' Mercy Home auf einem gemeinsamen Flug vor und sofort war ich von diesem Kinderheim begeistert.
Vor allem von der Herzlichkeit der dort arbeitenden Mothers und dem liebevollen Umgang der Kinder untereinander.
Die strahlenden Gesichter der Kinder am Tag des Einzuges in Ihr neues Gebäude werde ich niemals vergessen.
Ganz großen Respekt habe ich vor der Arbeit unserer Ärzte, welche vor Ort unentgeltlich arbeiten und einen Großteil dazu beitragen, dass die Hilfe so effizient bei den Bedürftigen ankommt.
Vorstandsmitglied - Sieglinde Reinhard
Vorstandsaufgaben: Schriftführung und Mitgliedermanagement
Geburtsdatum: 1957, Ausbildung: Mathematisch technische Assistentin,
Beruf: Teamleiterin IT-Projekte bei Lufthansa Cargo
Was bringe ich für meine Aufgaben mit? Erfahrungen im Mitgliedermanagement. Großen Respekt vor dem bisher Geleisteten sowie viel Freude daran, die begonnene Arbeit fortzusetzen und so auszuweiten, dass verlässlich und dauerhaft eine Besserung der medizinischen Grund- Versorgung für eine Vielzahl von Kindern und Erwachsenen ermöglicht wird.
kommissarisches Vorstandsmitglied - Gerhard Meyke
Vorstandsaufgaben: Verantwortung für Finanzen, Projektunterstützung
Geburtsdatum: 1948 Ausbildung: Bankkaufmann
Beruf: Bankdirektor im Vorruhestand
Was bringe ich für meine Aufgaben mit? Erfahrung im Finanzwesen und Projektmanagement, Zielstrebigkeit, Engagement und Organisationsgeschick.
Während wir im Überfluss leben, gibt es auf der ganzen Welt sehr viel Armut und Elend. Hiervon sind immer die am ehesten betroffen, die sich am wenigsten wehren können – die Kinder. Wir können die Welt nicht verändern, aber wir können einigen wenigen Menschen neue Hoffnungen und Perspektiven geben, dafür lohnt sich jeder Einsatz! Auch wenn es der Tropfen auf dem heißen Stein ist, es ist dennoch ein Tropfen! Bei Cargo Human Care können wir diese Hilfe konkret zusammen mit vielen anderen ehrenamtlichen Helfern dorthin bringen, wo die Not am größten ist, ohne im Verwaltungsaufwand zu ersticken oder Gelder für die Administration aufwenden zu müssen.
Sie haben an dieser
Stelle die Möglichkeit die komplette Pressemappe auszudrucken.
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