Cargo Human Care

Das Mothers` Mercy Home (MMH):

Das Mothers` Mercy Home (MMH) ist ein Kinderheim für Waisenkinder, welches 2001 von Frauen der Diözese Mount Kenia South der Anglikanischen Kirche ins Leben gerufen wurde.
Viele der Kinder haben ihre Eltern durch HIV verloren. Seit 2004 unterstützt CHC die Kinder mit Kleidung, medizinischer Hilfe und hat in 2008 ein neues Gebäude mit Platz für insgesamt 128 Waisenkinder errichtet. Seit 2009 finanziert CHC das Gehalt von 3 zusätzlichen Müttern, die die Kinder mit großem Engagement betreuen und versorgen.
Das Ziel, die Kinder auf ein selbständiges Leben vorzubereiten und sie in die Lage zu versetzen sich später selbst versorgen zu können setzt eine gut Ausbildung voraus. Mit vielfältigen Aktivitäten unterstützen freiwillige Helfer aus Deutschland und Kenia die Entwicklung der Kinder. Beispiele sind:

  • Ein Patenschaftskonzept sichert den Besuch der kostenpflichtigen Secondary School der älteren Kinder des MMH.
  • Eine kleine Bücherei mit ausgesuchten englischen Kinderbüchern ermöglicht den Kindern den Zugang zur englischen Sprache in Bild, Wort und Schrift.
  • Im Sommercamp und bei Werk- und Bastelwochenenden lernen die Kinder kreativ und produktiv ihr Wissen und ihre Talente einzusetzen.

Nördlich von Nairobi, ca 10 km entfernt der turbulenten Großstadt, liegt das Mothers` Mercy Home (MMH), ein Waisenheim für Kinder, die ihre Eltern durch die Immunschwächekrankheit Aids verloren haben.

Cargo Human CareAuch in Ländern, in denen die Immunschwäche inzwischen erfolgreich bekämpft wird, steigt die Zahl der Aids-Waisen unaufhörlich an. Bereits heute hat Aids allein in Afrika 12 Millionen Kinder zu Waisen gemacht. Bis 2010 werden voraussichtlich 15,7* Millionen Kinder dieses Schicksal teilen.

Der Verlust der Eltern hat für die Kinder dramatische Folgen. Sie geraten in wirtschaftliche Not, Diskriminierung, Isolation und werden häufig jeder Art von Liebe und Aufmerksamkeit beraubt. Laut UNICEF sind insbesondere Kleinkinder, deren Mütter an AIDS sterben, selbst in Lebensgefahr. Bei diesen Kindern ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie nicht überleben, fast viermal so hoch wie bei ihren Altergenossen. Viele Aids-Waisen sind chronisch unterernährt.

Traditionell werden die Waisenkinder von Mitgliedern der Familie versorgt -Tanten, Großmüttern, Nichten - die meist selbst bereits eine große Familie zu unterhalten haben. Angesichts der steigenden Waisenzahlen wird es auch für die Großfamilie zunehmend schwieriger, sich um die Kinder zu kümmern. Häufig wird dann die Dorfgemeinschaft aktiv, oder aber die Kinder sind sie auf sich selbst gestellt- und landen nicht selten auf den Strassen von Nairobi.
*aus dem Bericht: Afrikas verwaiste Generation, UNICEF

Mother's Mercy Home (MMH)

Die Situation von betroffenen Aidswaisen in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft war für die Mothers Union - eine Gruppe von Frauen der Diözese Mount Kenia South der Anglikanischen Kirche - nicht weiter tragbar. Mother's Mercy Home (MMH)Sie erkannten schnell, dass eine beständige Institution notwendig ist um diesen Kindern wieder ein gesichertes zu Hause und eine regelmäßige Versorgung zu garantieren. Finanziert durch mühevoll zusammengetragene Spendengelder eröffneten sie am 07 Mai 2001 das Mothers` Mercy Home (MMH).

Gestartet haben die Mothers ihr ehrgeiziges Projekt mit 36 Kindern im Alter zwischen 3-5 Jahren. Mit einfachsten Mitteln wurden Schlafsäle für Jungen und Mädchen und ein Küchenkomplex errichtet.
Heute, gute sechs Jahre später ist die Anzahl der Kinder auf insges. 84 Mädchen und Jungen, zwischen 5 und 15 Jahren angestiegen. Das bestehende Gesamtkonzept des Mothers` Mercy Home (MMH) ist mehr als überzeugend.

Mother's Mercy Home (MMH)

Neben den bescheidenen Schlafsälen, Gemeinschafts- und Schulräume aus Wellblech umfasst das Grundstück auch einen großen Nutzgarten, der das Heim mit frischem Gemüse versorgt. Kleinere Stallungen beherbergen Kühe und Ziegen für frische Milch und Hühner für das Frühstücksei.

Mother's Mercy Home (MMH)

Trinkwasser liefert ein Brunnen, der 2007 mit Unterstützung von verschiedenen Firmen errichtet wurde. Die Wasserqualität und Menge ist so gut und ausreichend, dass zusätzlich ein kleiner Wasserkiosk gebaut werden konnte, der den Verkauf an die Nachbarschaft ermöglicht. Mit diesem Erlös kann wiederum gekauft werden, was nicht selbstständig produziert werden kann, wie z.B. Mais, Reis, oder hin und wieder Fleisch für die Kinder.

Für die einfachen sanitären Anlagen wird das Wasser mit Hilfe einer Solaranlage erwärmt, ein kleiner Luxus in den oftmals kühlen Höhenlagen von Nairobi.

Die Nachfrage nach einem Platz für weitere Kinder im Mothers` Mercy Home (MMH) ist groß. Schon lange hofften die eifrigen Mothers das Heim zu erweitern und anstelle der existierenden Wellblechgebäude ein permanentes Haus aus Stein errichten zu können.

Mother's Mercy Home (MMH)Cargo Human Care unterstützt das Mothers` Mercy Home (MMH) seit 2004, zunächst mit vereinzelten Sachspenden und seit 2006 auch mit zahnärztlicher Versorgung. Die Arbeitsbedingungen für die Ärzte sind bislang nur ungenügend. Da dem jedoch ein immenser Bedarf an ärztlichem Einsatz gegenüber steht hat Cargo Human Care 2007 beschlossen, auf dem Gelände des Mothers` Mercy Home (MMH) ein kleines Ärztezentrum (Cargo Human Care Medical Centre) einzurichten.

Das Cargo Human Care Medical Centre hat sich die ärztliche Versorgung sowohl der Waisenkinder des Mothers` Mercy Home (MMH) als auch der in der Umgebung wohnenden Menschen - etwa 10.000 Menschen leben dort ohne ärztliche Betreuung - zum Ziel gesetzt. Regelmäßig werden Fachärzte für Allgemeinmedizin, Frauenheilkunde, Kinderkrankheiten, Hals-Nasen-Ohren Erkrankungen und Zahnerkrankungen zum Einsatz kommen. Bei entsprechendem Bedarf werden weitere Spezialisten hinzugezogen.
Um zugleich die Wohnsituation der Kinder zu verbessern und Platz für weitere Waisen zu schaffen, wird mit dem Bau des Cargo Human Care Medical Centres auch ein neuer Wohntrakt entstehen. In diesem sollen zukünftig 128 Kinder (und ihre Betreuerinnen) ein neues Heim finden.

Auf einer Nachbarparzelle des heutigen Geländes, das von den Mothers 2006 gekauft werden konnte, wird der Neubau entstehen.

Geplant ist ein zweistöckiges Gebäude mit:
  • 128 Schlafplätzen für Jungen und Mädchen, in separaten Acht-Bett Zimmern auf 2 Stockwerken
  • ausreichend Sanitäranlagen für alle Kinder
  • je einem Krankenzimmer im Mädchen- und Jungentrakt, ausgestattet mit jeweils 2 Betten und sanitären Anlagen
  • zwei kleinen Betreuungswohnungen (Schlafzimmer/Küchenzeile/Badezimmer) für die Mothers, je eines im Mädchen- und Jungentrakt
  • einem Gemeinschaftsraum für die Kinder, der mit Computerplätzen und einer kleinen Bibliothek ausgestattet werden soll
Das Cargo Human Care Medical Centre wird mit zwei Untersuchungsräumen ausgestattet, die den Fachärzten in Zukunft auch kleinere operative Eingriffe erlauben werden. Eine Medikamentenausgabe mit Rezeption und Warteraum für die Patienten soll auch während der Abwesenheit der deutschen Ärzte permanent von fachkundigem, einheimischem Personal besetzt sein. Dadurch wird die kontinuierliche Versorgung der Patienten mit zum Teil lebenswichtigen Medikamenten erstmalig möglich sein. Finanziert wird der Neubau im Wesentlichen durch eine
Spendenaktion der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, die Ende 2007 stattfand.
Da es sich bei dem Neubau um ein Gemeinschaftsprojekt von Cargo Human Care und der Anglikanische Kirche handelt, wird sich diese an den Kosten beteiligen.
Die ersten Meilensteine sind geplant, wir hoffen den Bau Ende November abschließen zu können, so dass die Kinder bereits Weihnachten 2008 in Ihrem neuen zu Hause feiern können.

Kaum war am 11.April 2008 der Grundstein für den Neubau des Mothers’ Mercy Home gelegt, fingen die Bauarbeiten an auf Hochtouren zu laufen. Der ehrgeizige Plan des Bauunternehmers sieht vor, dass bereits Ende August der Rohbau abgeschlossen sein wird.

Seit dem ersten Spatenstich sind nun ein paar Wochen ins Land gezogen und schon heute ist der Neubau von der Strasse aus zu sehen. Das zweite Stockwerk ist bereits in Arbeit, das Dach soll alsbald folgen.
Täglich sind auf der Baustelle zwischen 20 und bis zu 40 Arbeiter beschäftigt. Alle kommen aus der näheren Umgebung und setzen gekonnt ihre individuellen Fähigkeiten ein. Mit teilweise verblüffend einfachen Tricks (z.B. die Schlauch-Wasser-Waage) bedienen sie sich einfacher Hilfsmittel, die in Deutschland wohl meist den Einsatz von hochtechnisierten Gerätschaften erfordern würden.
Cargo Human CareDer wöchentliche Jour-Fix von Architekt und Bauunternehmer garantiert eine reibungslose Kommunikation und die regelmäßigen Besuche vor Ort eine gute Qualitätskontrolle der Baufortschritte.
Nachmittags, wenn die Kinder aus der Schule kommen, dann ist der erste Weg immer zum Baustellenzaun um einen prüfenden Blick auf das neue zu hause zu werfen das dort entsteht. Einige können es kaum erwarten die neuen Zimmer zu beziehen. Wer zukünftig mit wem welches der 8-Bettzimmer bewohnen wird ist immer wieder eine Frage die sich trefflich diskutieren lässt. Eine gewaltige Verbesserung der Lebenssituation wird es für die Kinder in jedem Fall sein.
Es geht mit schnellen Schritten voran

- weitere Bilder in unserer kleinen Bilderserie.

Von Jochen Remmert / FAZ

01. Dezember 2008:

MMH

Rekord: noch im April waren an dieser Stelle nur weiße Striche zu sehen, die den Grundriss des neuen Waisenhauses markierten. Nun sind die Kinder eingezogen und können das Weihnachtsfest in ihrem neuen Haus feiern.

Es ist noch früh am Morgen, doch die Kinder springen schon aufgeregt durch die alten Baracken, in denen sie gerade zum letzten Mal die Nacht verbracht haben. Sie wissen, dass das kein gewöhnlicher Tag ist. In wenigen Stunden werden sie in das neue Haus des Mothers’ Mercy Home in Kiambu nordöstlich der kenianischen Hauptstadt Nairobi einziehen.

Mit dabei sind Elisabeth, Peter und der kleine Eli, drei der 84 im Mothers’ Mercy Home lebenden Aidswaisen, die selbst bei der Geburt mit dem Virus infiziert wurden. Für sie ist es besonders wichtig, dass in dem Neubau auch eine Medizinstation untergebracht ist, denn sie sind auf eine genau abgestimmte Medikamentengabe angewiesen. Gelingt sie, haben diese Kinder eine genauso hohe Lebenserwartung wie die nicht infizierten Mädchen und Jungen im Heim. Ohne die Therapie würden Elisabeth, Peter und Eli wahrscheinlich bald an den Folgen der Immunschwächekrankheit sterben.

Sicherheit und Geborgenheit zurückgeben

Dass die 84 Aidswaisen aus den Baracken künftig sicher in einem festen Steinhaus wohnen können, das mit hellen Vierbettzimmern, fließend Wasser, Duschen, Krankenzimmern und einer Medizinstation ausgestattet ist, verdanken sie vor allem einem Mann, Fokko Doyen. Als der Flottenchef der Lufthansa Cargo AG vor rund zehn Jahren vom Schicksal der rund 1,7 Millionen Aidswaisen in Kenia Näheres erfuhr, entschloss er sich zu helfen. Zusammen mit Mitstreitern wie dem ehemaligen Chefarzt Sven Sievers gründete er die Hilfsinitiative Cargo Human Care. Dabei ging es zunächst einmal darum, den ehrenamtlichen Einsatz von deutschen Fachärzten in Buru Buru, einem von zwanzig Armenvierteln in Nairobi, zu organisieren. Alsbald kam die Idee hinzu, die Blechbaracken des Waisenhauses, das die Anglikanische Kirche nur mit dem ehrenamtlichen Einsatz der „Mothers“, der Frauen aus den Gemeinden, betreiben kann, mit einem Neubau und medizinischen Einrichtungen auszustatten. Dass dieser Traum des Flugkapitäns nun Wirklichkeit werden konnte, ist vor allem den Lesern dieser Zeitung zu verdanken, die bereitwillig spendeten, um diesen Kindern etwas von der Sicherheit und Geborgenheit zurückzugeben, die sie mit dem Tod ihrer Eltern verloren haben.

Diözesanbischof Timothy R. Mbuthia von der Anglikanischen Kirche von Kenia ließ bei der Eröffnung des Hauses keinen Zweifel daran, dass es seiner Kirche ohne die Hilfe aus Deutschland nicht möglich gewesen wäre, ein solches Haus zu bauen. Dennoch will auch die Diözese Mount Kenia South ein Viertel der Baukosten von rund 200.000 Euro aufbringen.

Engagierte Helfer

MMH

Umzugshelfer: F.A.Z.-Herausgeben Werner D'Inka und Lufthansa-Cargo-Flottenchef Fokko Doyen waren die Ersten, die die Kinder in ihren neuen Zimmern besuchten.

Werner D’Inka, Mitherausgeber der F.A.Z., wies bei der Eröffnungsfeier darauf hin, dass es trotz der bürgerkriegsähnlichen Unruhen, die Kenia seit Anfang des Jahres tief erschütterten, in Rekordzeit gelungen sei, das Projekt in die Tat umzusetzen. Tatsächlich begannen im April dieses Jahres die Bauarbeiten, obwohl Präsident Mwai Kibaki und Oppositionsführer Raila Odinga im Streit um die Macht nach den Präsidentenwahlen vom Dezember große Teile des Landes in blutige Unruhen gestürzt hatten, die rund 1700 Menschen das Leben kosteten. Rund 300.000 Kenianer waren zeitweise auf der Flucht. Noch im März hatten etwa 60.000 Männer Frauen und Kinder in nächster Nähe des Mothers’ Mercy Home in einem Flüchtlingslager Schutz vor marodierenden Banden gesucht.

Doch auch die Unruhen brachten den Zeitplan des Projekts im Mothers’ Mercy Home nicht ins Wanken. Das dürfte auch dem Einsatz von Corinna Röhricht von Cargo Human Care zu verdanken sein. Die bislang im Controlling der Lufthansa Cargo tätige Röhricht übernahm die Federführung des Bauprojekts und sorgte auf etlichen Reisen nach Nairobi in Zusammenarbeit mit der Anglikanischen Kirche dafür, dass alle Arbeiten im Zeitplan erledigt wurden – ungeachtet aller Wirren. Funktionieren konnte und kann das Projekt des Vereins Cargo Human Care aber nur, weil sich auch der Vorstand der Lufthansa-Frachttochter hinter das Engagement gestellt hat und nach wie vor die ehrenamtlich tätigen Ärzte und Helfer unentgeltlich nach Kenia und zurück transportiert. Dass Karl-Heinz Köpfle, Vorstand Operations, eigens für die Eröffnung des neuen Mothers’ Mercy Home mit nach Kenia gereist war, ist als Zeichen zu werten, dass die engagierten Helfer auch künftig mit dieser Unterstützung rechnen können.

Beruf erlernen

Die haben schon ein neues Projekt ins Auge gefasst, bei dem sie im Mothers’ Mercy Home helfen wollen: Es geht darum, neben dem neuen Haus ein Grundstück zu erwerben und darauf eine Lehrwerkstatt zu bauen. Bischof Timothy R. Mbuthia will so den Schützlingen des Waisenhauses die Chance geben, einen Beruf zu erlernen. „Es ist gut, den Kindern Essen, Schutz und Geborgenheit zu geben, aber es ist genauso wichtig, sie in die Lage zu versetzen, sich einmal selbst ernähren zu können“, sagt er.

Den gesammten Bericht mit noch mehr Bildern hier als PDF.

Text: F.A.Z.
Bildmaterial: F.A.Z. - Foto Wolfgang Eilmes
Die FAZ hat auf ihrer eigenen Website auch eine Bildergalerie zur Eröffnung.

Wir empfehlen natürlich auch gerne unsere Cargo Human Care eigene Bildergalerie/Slideshow

Seit nunmehr einem halben Jahr leben die 84 Waisenkinder des Mothers’ Mercy Home in ihrem neuen Heim. Was in der für die Kinder unendlich langen Bauphase von 7 Monaten nur aus der Ferne bestaunt werden konnte ist nun ein Zuhause geworden. Die Räume sind bezogen und die Kinder haben sich an ihre Zimmergenossen und den ungewohnten Luxus mit nur vier Kindern das Zimmer zu teilen anstatt wie zuvor mit ca. 40 schon gewöhnt.

Die zu Anfang noch ehrfürchtig bestaunten Badezimmer mit fließend heißem Wasser, Spiegelwänden und ausreichend sanitären Anlagen sind inzwischen kaum mehr aus dem täglichen Leben wegzudenken. In den sonnendurchfluteten Zimmern halten sich die Kinder an den Wochenenden auch gerne tagsüber auf. Hier hören sie Musik, liegen auf ihren Betten und erzählen sich gegenseitig Geschichten die sie in der Woche erlebt haben, ordnen ihre Kleider und wenigen Habseligkeiten nach einem immer wieder zu verbessernden System in ihren eigenen Schränken und freuen sich den aufgeheizten Wellblechzimmern der Vergangenheit „entwachsen“ zu sein.

  • Zum Vergleich noch ein altes Gebäude, in dem die Kinder bis letztes Jahr gelebt haben ...
  • ... und im Gegensatz dazu hier das neue Wohnhaus.
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  • An Wochenenden waschen die Kinder ihre Strümpfe selbst. So lernen sie Verantwortung für ihre eigenen Sachen zu übernehmen.
  • Der Gemeinschaftsraum, den die Kinder zum Essen, Fernsehen oder Hausaufgaben machen nützen.
  • Die alten Räume werden momentan als Spiel- und Abstellzimmer genützt, über neue Verwendung wird momentan nachgedacht.
  • Moderne Basezimmer
  • Helle Schlafzimmer, die die Kinder selber aufräumen.
  • Helle Flure
  • Die Kinder wohnen in Vierbettzimmern
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  • Gemüseanbau auf eigenem Gelände
  • Der Kuhstall
  • Das neue “Mothers' Mercy Home” Wohnhaus
 

Keine Kinder auf den Bildern?

Der Plan der Kirche sieht vor, dass noch in diesem Jahr aus den 12 Distrikten der Mothers’ Union je ein neues Kind pro Distrikt in das Heim ziehen wird. So ein „Neuzugang“ will gut geplant und vorbereitet sein. Der Bedarf nach Heimplätzen ist groß und nur in einem aufwendigen Auswählverfahren kann sichergestellt werden, dass auch die Kinder ausgesucht werden, die unsere Plätze am dringendsten benötigen.

Zunächst wir eine Gruppe von Mothers’ in ihrem Distrikt mögliche Kinder aussuchen und deren Hintergrund detailliert erforschen. Unabhängig von Stammeszugehörigkeit und Religion ist die wichtigste Bedingung, dass die Kinder Waisen sind und es auch keinen weiteren Familienverband gibt, der sich um die Kinder ausreichend kümmern kann. Die in Frage kommenden Kinder werden dann einem Komitee vorgestellt, welches schlussendlich die schwierige Aufgabe haben wird 12 Kinder auszuwählen.

Die Integration der neuen Kinder in den existierenden Heimverbund wird die Aufgabe der Betreuer und Betreuerinnen sein, die in den kommenden Wochen neu angestellt werden.

Das Konzept des Hauses sieht vor, dass je Trakt eine kleine Wohnung für die Betreuer der Kinder zur Verfügung steht. Zurzeit leben dort der Sozialarbeiter Charles und drei Angestellte unseres Medical Centres die sich neben der Arbeit mir den Ärzten auch noch um die Kinder kümmern. Natürlich ist dies für heute 84 und bald 96 Kinder bei weitem nicht ausreichend. Gerade mit zunehmendem Alter ist es immens wichtig den Kindern Vertrauenspersonen an die Seit zu stellen, die sich nicht nur um die Erziehung und das leibliche Wohl kümmern, sondern auch ein Ohr für die kleinen Nöte und Sorgen des Alltags haben.

Dass es hier noch einen großen Handlungsbedarf gibt hat sich in den letzten Monaten gezeigt. Daher hat Cargo Human Care eine Arbeitsgruppe gebildet, die zunächst ein Konzept erstellt wie wir die Kirche rund um die Betreuung der Kinder unterstützen können. Dies wird ein weiterer Schwerpunkt unsere Arbeit in den kommenden Monaten sein - neben all den Tätigkeiten rund um das Medical Centre. Erste Gespräche mit Vertretern der Mothers Union haben bereits stattgefunden.
Betreut wird die Arbeitsgruppe ChiCa (Children Care) von Dr. Corinna Röhricht. Konzeptionelle Unterstützung kommt von Kerstin Wientzek und vor Ort in Nairobi wird Annette Olker die Fäden in der Hand halten.

Bericht von Dr. Corinna Röhricht, im Juni 2009

Einsatzbericht der Arbeitsgruppe Children Care (ChiCa), Dr. Corinna Rörhicht, 18.August 2009

Große Aufregung unter den Kindern im Mothers’ Mery Home. Für eine ganze Woche während der Schulferien hat sich die Arbeitsgruppe ChiCa von Cargo Human Care angemeldet. Am Sonntagabend wurde den Kindern von Charles - Sozialarbeiter im MMH- berichtet, dass in den kommenden Tagen mit allen ein Interview geführt werden wird.

Das Ziel der Interviews war es einen Überblick über die schulische Situation der Kinder zu bekommen, Wünsche nach weiterführenden Schulen herauszufinden und auch die Freizeitgestaltung der Kinder ein bisschen besser kennen zu lernen.
So wurden die 84 Kinder nach Schulklassen in 5 verschiedenen Gruppen eingeteilt und los ging es! Viele der Kinder waren schrecklich aufgeregt, einige hatten sich extra zu diesem Anlass schön angezogen, manche waren ganz cool und die Mehrzahl einfach glücklich, dass es da jemanden gibt der sich intensiv mit ihnen auseinandersetzt.

Jedes Interview dauerte im Schnitt 20 min und wurde nach Abschluss noch um zahlreiche Informationen von Charles bereichert. Während die ganz Kleinen besonders im Englischen noch ein wenig Schützenhilfe von „Uncle Charles“ benötigten, hatten die Großen keinerlei Schwierigkeiten mit uns über Ihre schulische Situation, Berufswünsche, Freizeitgestaltung und kleinen persönlichen Wünsche frei zu sprechen. Hin und wieder hatten wir sogar das besondere Vergnügen kleine Tanz/Gesang uns Kung-Fu Einlagen bewundern zu dürfen.

MMH

Interview der ChiCas (Kerstin Wientzek und Dr. Corinna Röhricht) und Charles (MMH) mit Ann.

Was haben wir in dieser Zeit über die Kinder im Mothers’ Mercy Home gelernt?

Natürlich liegt nun eine sorgfältige Auswertung der 84 Fragebogen vor uns um so die richtigen Maßnahmen für die Zukunft der Kinder abzuleiten.
Vorweg sei gesagt:
Besonderer Focus liegt zunächst darin die richtigen weiterführenden Schulen für die 19 Jugendlichen der Class 8 zu finden, die im kommenden Jahr auf die Secondary School wechseln.
Dann gibt es einiges an Potential die Freizeitgestaltung der Kinder zu verbessern, ganz besonders Kunst/Musik und Sportunterricht vermissen die Kinder sehr.
Vielen der Kinder fehlt es an Kleinigkeiten wie Büchern, Schultaschen, Schuhen zur Schuluniform und ganz besonders Radios oder CD Player um Musik zu hören.

Wir durften in den letzten Tagen mit fantastischen Kindern zusammen arbeiten. Alle Kinder hatten eine Vorstellung über ihre Zukunft und was sie erreichen möchten. Wir haben zukünftige Ingenieure, Chirurgen, Krankenschwestern, Taxifahrer, Nachrichtensprecher, Sänger und natürlich Ärzte und Piloten besser kennen gelernt.
Einige „unsere“ Kinder sind überdurchschnittlich gute Schüler, andere hervorragende Sänger und Tänzer. Aber das wichtigste ist, alle sind optimistisch und ambitioniert aus ihrem Leben etwas zu machen. Ihnen dabei zur Seite zu stehen ist das Ziel der Arbeitsgruppe ChiCa.

Wer uns dabei unterstützen möchte (gerne auch mit kleinen Spenden) kann sich an uns wenden. Betreut wird die Arbeitsgruppe ChiCa (Children Care) von Dr. Corinna Röhricht (eMail). Konzeptionelle und tatkräftige Unterstützung vor Ort leistet Kerstin Wientzek und in Nairobi hält Annette Olker die Fäden in der Hand. Wer Ideen/Erfahrungen in der Kinderbetreuung hat und bei uns mitarbeiten möchte ist herzlich willkommen.